Nach Wintereinbruch

Zug entgleist in Südtirol

Ein Erdrutsch in Südtirol hat einen Zug entgleisen lassen. Verletzt wurde bei dem Vorfall im Pustertal niemand.

Das meldete die Nachrichtenagentur Ansa. Es seien nur zwei Personen in dem Zug auf dem Weg nach Bruneck gewesen. Die Räumungsarbeiten liefen. Nach dem heftigen Wintereinbruch sind in Südtirol weiterhin zahlreiche Straßen gesperrt. "Bleibt daheim! Jedes Auto weniger verhindert Chaos!", schrieb der Bürgermeister von St. Lorenzen, Martin Ausserdorfer, am Montagmorgen auf Facebook.

Der am Sonntag durch eine Lawine abgeschnittene Ort Martell im Westen Südtirols war am Montag wieder erreichbar. "Momentan spielt das Wetter in unsere Karten", sagte Georg Altstätter, Bürgermeister des östlich vom Stilfser Joch gelegenen Dorfes, der dpa. 40 bis 50 höher gelegene Häuser mit 200 bis 250 Bewohnern seien aber weiter eingeschlossen. Auch das hintere Martelltal sei noch abgeschnitten. Man werde sich per Hubschrauber ein Bild von der Lawinensituation machen.

In Südtirol waren laut Landesverwaltung am Sonntagabend noch 2400 Haushalte ohne Strom. Auch in anderen Teilen Italiens machten heftige Niederschläge dem Katastrophenschutz zu schaffen. Die Feuerwehr meldete am Montagmorgen 450 Rettungseinsätze in der Region Emilia Romagna und 380 in der Toskana für die vergangenen 36 Stunden. Die Alarmstufe rot galt für Montag außerdem für Friaul-Julisch Venetien im äußersten Nordosten Italiens. In der Toskana gingen die Wasserstände der Flüsse am Montag wieder leicht zurück.

In Venedig wurde nach den heftigen Überschwemmungen der Vorwoche für Montag noch ein Pegelstand von 105 Zentimern über dem normalen Meeresspiegel erwartet. Am vergangenen Dienstagabend waren es 187 Zentimeter gewesen dem seit 1966 höchsten Stand.
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