Nach Terroranschlag

Veranstalter bieten kostenlose Stornierung für Sri Lanka

Große deutsche Reiseveranstalter ermöglichen Kunden, die am Dienstag oder Mittwoch nach Sri Lanka reisen, einen kostenlosen Rücktritt. Bei den Terroranschlägen auf Kirchen und Hotels sind fast 300 Menschen ums Leben gekommen.

Bei den Anschlägen auf Kirchen und die Shangri-La-Hotels Cinamon Grand und Kingsbury sind am Ostersonntag mehr als 290 Menschen ums Leben gekommen und rund 500 verletzt worden. Die Regierung macht eine islamistische Terrorgruppe für die insgesamt acht Detonationen verantwortlich. Am Montag explodierte zudem eine Autobombe in der Hauptstadt Colombo und wurden weitere Bombenzünder gefunden.


Unter den Opfern sollen mindestens 35 Ausländer aus acht Staaten sein. Dazu gehören Bürger Indiens, der USA, Großbritanniens, Portugals, Chinas, der Niederlande, Belgiens und der Türkei. Nach Informationen des Auswärtigen Amtes hatte eines der Todesopfer neben dem US-amerikanischen auch einen deutschen Pass. Soweit bisher bekannt, seien keine weiteren Deutschen unter den Opfern, teilte das Außenministerium am Montag mit.

Die Reiseveranstalter TUI, Thomas Cook und DER Touristik erklärten, dass ihre Gäste wohl auf seien. Die Veranstalter strichen die Ausflugsprogramme und forderten ihre Gäste auf, im Hotel zu bleiben. Rückreisewünsche würden kulant behandelt, hieß es. Bei der DER Touristik, die derzeit nach eigenen Angaben eine knapp vierstellige Zahl von Gästen auf Sri Lanka hat, könnten Gäste mit Abreise bis Mittwoch kostenlos von der Reise zurücktreten. Bei TUI und Thomas Cook gilt dies zunächst für Abflüge bis Dienstag.

Nach Angaben der Tourismusbehörde Sri Lankas versuchen ausländische Touristen derzeit, das Land zu verlassen. Hotels würden zahlreiche Annullierungen registrieren, sagte Behördenchef Kishu Gomes.

Das Auswärtige Amt aktualisierte seine Reisehinweise. "Reisende werden gebeten, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten", so das Ministerium.

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