Nach schwerem Beben

Tsunami-Warnung für Neukaledonien aufgehoben

Die entlegene Inselgruppe Neukaledonien im Südpazifik wird plötzlich von mehreren Beben erschüttert, eines davon besonders heftig. Tsunami-Sirenen ertönen. Der Zivilschutz gibt später Entwarnung.

Im Südpazifik vor der Inselgruppe Neukaledonien hat sich ein schweres Beben ereignet. Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke mit 7,5, der US-Wetterdienst mit 7,6 auf der Richter-Skala. Einer vorläufigen Bilanz zufolge gab es keine Opfer oder Schäden, wie der neukaledonische Zivilschutz mitteilt. Die Bevölkerung sei aber aufgerufen, wachsam zu bleiben. Dem gewaltigen Beben gingen mehrere Erschütterungen in dem Gebiet voraus, weitere geringerer Stärke folgten kurz danach.

Der Wetterdienst gab zwischenzeitlich Tsunami-Warnungen für Neukaledonien, den nördlich gelegenen Inselstaat Vanuatu sowie Fidschi heraus. Etwa drei Stunden später wurden die Warnungen wieder aufgehoben.

Laut USGS befand sich das Zentrum der Erschütterungen im Meer – 168 Kilometer südöstlich der Gemeinde Tadine auf der Insel Maré. Das Beben ereignete sich demnach in zehn Kilometern Tiefe.

Um 15.29 Uhr (Ortszeit) hatte der Zivilschutz mit Sirenen vor dem Tsunami gewarnt. An einigen Küstenabschnitten waren die Bewohner aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. „Die Beobachtungen bestätigen, dass die Intensität des Tsunami stark abnimmt und dass er kein großes Risiko mehr für die Bevölkerung darstellt“, heißt es in einer Mitteilung des Zivilschutzes.

Das östlich von Australien im Pazifik gelegene Neukaledonien gehört zu Frankreich. Die Region im südlichen Pazifik ist insgesamt eher dünn besiedelt. In ganz Neukaledonien leben etwa 270.000 Menschen, ungefähr so viele wie auf Vanuatu.

Das Gebiet liegt am Rande des sogenannten Pazifischen Feuerrings – einem rund 40.000 Kilometer langen, hufeisenförmigen Gürtel aus rund 450 aktiven Vulkanen. An dieser Zone treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen, die Vulkanausbrüche, starke Erdbeben und die für die Region typischen Tsunamis zur Folge haben. (dpa)

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