Nach dem Sinai-Attentat

Russland und Ägypten nähern sich weiter an

Russland und Ägypten haben einen neuen Grundlagenvertrag geschlossen. Der russische Präsident Wladimir Putin und der ägyptische Staatschef Abdel Fattah al-Sisi unterzeichneten das Abkommen bei einem Treffen in Sotschi am Schwarzen Meer.

Allerdings erfüllte Moskau den wichtigsten ägyptischen Wunsch noch nicht: Eine vollständige Wiederaufnahme des Luftverkehrs zwischen beiden Ländern, der seit dem Anschlag auf einen russischen Touristen-Jet 2015 auf die Hauptstädte beschränkt ist.

Russland werde noch einmal Experten an die Flughäfen der Ferienorte Hurghada und Scharm el-Scheikh schicken, um deren Sicherheit zu prüfen, kündigte Verkehrsminister Jewgeni Ditrich an. Putin und Al-Sisi sprachen sich aber dafür aus, die Ferienflüge bald wieder aufzunehmen. 2015 waren 224 Menschen in einer russischen Maschine auf dem Flug von Scharm el-Scheikh nach St. Petersburg durch eine versteckte Bombe an Bord getötet worden.

Die Präsidenten sprachen auch über den Palästina-Konflikt und den Krieg in Syrien, wie sie vor der Presse sagten. Putin zufolge wollen sich Russland und Ägypten bald über die Bewaffnung der Hubschrauberträger des Typs Mistral einigen. Frankreich hatte die Schiffe in russischem Auftrag gebaut, aber wegen der Ukraine-Krise die Auslieferung verweigert und die Schiffe ohne Hubschrauber nach Ägypten verkauft. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats