Mallorca

Maßnahmen gegen Touristen

11,5 Mio. ausländische Urlauber in nur neun Monaten sind der mallorquinischen Regierung – hier Santa Ponsa – zu viel.
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11,5 Mio. ausländische Urlauber in nur neun Monaten sind der mallorquinischen Regierung – hier Santa Ponsa – zu viel.

Nach einem weiteren Rekordjahr überlegt die Linksregierung, wie die ausufernden Touristenströme im Zaum gehalten werden können. Künftig sollen Limits nicht überschritten werden.

Nach einem neuen Rekordjahr will die Regierung der Balearen weitere Maßnahmen gegen die stetig steigende Touristenzahl vor allem auf Mallorca ergreifen. „Wenn Limits überschritten werden, wie etwa in Venedig, dann gefährdet das die touristische Gesamtwirtschaft vor Ort“, sagte Tourismusminister Biel Barceló der Wochenzeitung „Mallorca Magazin“. Vor wenigen Tagen hatte die Linksregierung einen Gesetzentwurf zur Regelung der privaten Ferienvermietung vorgelegt, der im Frühjahr 2017 vom Parlament in Palma verabschiedet werden soll. Im Sommer war bereits eine Touristen-Steuer eingeführt worden.

Damit Mallorca nicht so überlaufen wirke, brauche man „viele verschiedene Maßnahmen“, so Barceló. „Die Deckelung der Bettenzahl könnte so ein Instrument sein, ebenso die Urlaubersteuer oder etwa eingeschränkte Zugänge zu naturbelassenen Buchten und Stränden sowie eine Reduzierung der Zahl der Parkplätze in diesen Gebieten.“

Laut Gesetzentwurf werden Wohnungsbesitzer künftig unter anderem das Einverständnis der Eigentürmer-Versammlung benötigen, um an Touristen vermieten zu können. Zudem soll kein neuer Übernachtungsbetrieb mehr von der Pflicht befreit werden, die Schlafplätze über eine sogenannte Bettenbörse zu erwerben. Diese Börse, über die Betten-Limits für die verschiedenen Regionen der Balearen festgelegt werden, existiert bereits seit einigen Jahren. Die Limits galten bisher aber unter anderem für Boutique- und Landhotels sowie Ferienwohnungen nicht.

In den ersten neun Monaten 2016 stieg die Zahl ausländischer Gäste auf den Balearen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 10,6 Prozent auf die Rekordzahl von 11,5 Millionen. (dpa)

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