Madrid ist Risikogebiet

Spanien ruft Notstand aus

Die spanische Regierung hat aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand verhängt. Die Hauptstadt Madrid wurde zum Risikogebiet erklärt. Auch in Portugal herrscht Alarmzustand.

Die Maßnahme wurde am Samstag bei einem außerordentlichen Ministerrat in Madrid verabschiedet, sie gilt zunächst für 15 Tage und ist mit einer Einschränkung des Personenverkehrs verbunden. Demnach sind alle nicht dringend notwenigen Reisen untersagt.

Die britische Fluggesellschaft Jet2, neben TUI Airways der führende Ferienflieger in Großbritannien, stellte alle Flüge nach Spanien ein. Auch aus Österrreich gehen keine Flüge mehr, nachdem die Regierung vor Reisen nach Spanien warnte. Deutsche Reisebüros berichten am Samstag von ausgefallenen Flügen auf die Kanaren, obwohl es aus Deutschland noch keine Reisewarnung gibt. Offenbar wird aber mit einer Einreise-Sperre gerechnet, nachdem die Häfen für Kreuzfahrtschiffe bereits gesperrt wurden.

Das deutsche Robert-Koch-Institut hat unterdessen Madrid zum Risikogebiet erklärt. In der Hauptstadt bleiben vom Samstag an alle Gaststätten geschlossen. Weiterhin werden Bildungs- und Kultureinrichtungen in ganz Spanien geschlossen sowie Maßnahmen nach einem Notfallplan ergriffen, die von Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen bis zu häuslicher Quarantäne reichen, teilt das Auswärtige Amt mit.

Besonders betroffene Autonome Gemeinschaften (Comunidad Autónoma) wie derzeit Madrid, La Rioja, das Baskenland und Katalonien ergreifen auch weitreichendere Maßnahmen. Im Landesinneren von Katalonien wurden die Gemeinden Igualada, Odena, Vilanova del Cami und Santa Margarida de Montbui abgeriegelt und können weder betreten noch verlassen werden. In der Region La Rioja werden Hotels geschlossen.

In Portugal wurde am Freitag aufgrund der Verbreitung von Covid-19 der Alarmzustand bis zunächst zum 9. April ausgerufen. Hierdurch kann der Verkehr und der Aufenthalt von Personen und Fahrzeugen beschränkt werden, so das Auswärtige Amt. Die Regionalregierung der Autonomen Region Madeira hat beantragt, dass keine Flüge aus Deutschland und anderen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als aktive Übertragungsgebiete eingestuften Länder  mehr für die Dauer von vorerst sieben Tagen auf Madeira landen dürfen. Flüge vom Festland Portugal würden hingegen fortgeführt. Aufgrund der ausstehenden Genehmigung dieser Maßnahme durch die Zentralregierung Portugals führt Madeira nunmehr vom Sonntag (15. März) an eine 14-tägige obligatorische Quarantäne für alle ankommenden Fluggäste ein, auch wenn diese keine Krankheitssymptome aufweisen.

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2.
Inge Hinz
Erstellt 16. März 2020 14:48 | Permanent-Link

Hunde, !!!wir sind zur Zeit mit Wohnmobil in Spanien und haben einen kleinen Hund an Bord, dürfen wir jetzt nach Deutschland fahren?
Ist die Durchreise auch für uns in Frankreich möglich

1.
Dietmar Rauter
Erstellt 14. März 2020 17:13 | Permanent-Link

Wenn man weltweit die Fallzahlen der Ausbreitung nimmt und dazu die Anzahl derjenigen, die Covid-19 nicht überlebt haben, machen wir hierzulande eine ganze Menge richtig. Vergleich: Allein im US-Staat Washington sind bisher 600 Menschen positiv getestet worden, aber schon über 40 mit tödlichem Verlauf. Das Zusammenspiel zwischen der Regierung und dem Robert Koch Institut sowie dem Virologen der Charite klappt (hätte die Politik vor Merkel doch auch auf die Klimaforscher gehört....)

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