Lawinenunglück in Italien

Opfer aus Hotel geborgen

Drei Opfer des Lawinenunglücks sollen nach Berichten aus dem eingestürzten Hotel geborgen worden sein. Die Rettungskräfte suchen weiter nach Vermissten. Die Aussicht, Überlebende zu finden, gilt als gering.

Nach dem Lawinenunglück in einem Hotel in Italien sind Medienberichten zufolge drei Leichen geborgen worden. Die Nachrichtenagentur Ansa meldete die Bergung unter Berufung auf die Polizei. Eine vierte Leiche sei lokalisiert, aber noch nicht herausgeholt worden. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. Das Hotel in den Abruzzen war mit bis zu 30 Menschen am Mittwoch nach einer Erdbebenserie verschüttet worden. Die Aussicht, Überlebende zu finden, galt am Donnerstag als gering.

Bilder einer Videokamera zeigten, wie die Lawine in das Vier-Sterne-Hotel Rigopiano mit 45 Zimmern eingedrungen ist. Die Rettung wurde durch Schneemassen erschwert. Die ersten Helfer kamen nur auf Skiern zu dem Hotel. Nach Medienberichten soll das Hotel durch die Wucht der Lawine um zehn Meter verschoben worden sein.

Auch Ausländer waren unter den Opfern. Unter den Touristen, die sich wohl noch im zugeschütteten Hotel befanden, sollten auch drei Rumänen sein, eine Mutter mit ihren zwei Kindern, teilte das Außenministerium in Bukarest mit. Ob sie überlebt haben, sei unbekannt.

Das Auswärtige Amt in Berlin hatte zunächst keine Erkenntnisse über deutsche Opfer: „Die Botschaft ist in engem Kontakt mit den italienischen Behörden und bemüht sich um rasche Aufklärung.“

Die Einsatzkräfte verschafften sich am Donnerstag Zutritt zum Hotel und suchen mit Spezialhunden, Geophonen – mit denen Bodenschwingungen erfasst werden können – und Kameras nach den Vermissten. Der Feuerwehr zufolge hatten sich viele Menschen in der Bar aufgehalten, als die Lawine am Mittwoch über das Hotel hineingebrochen war. (dpa)

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