Kreuzfahrten gestoppt

US-Regierung schränkt Reisen nach Kuba ein

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump schränkt Reisen ihrer Bürger nach Kuba ein und stoppt auch Kreuzfahrten ins kommunistisch regierte Land.

US-Bürger dürfen künftig nicht mehr mit Kreuzfahrt- oder anderen Passagierschiffen, mit Segeljachten oder mit Privat- oder Firmenflugzeugen nach Kuba reisen, wie das Außenministerium in Washington mitteilte. Linienflüge von den USA nach Kuba gibt es weiterhin.

Die kubanische Regierung kritisierte die Entscheidung. "Sie wollen unsere Wirtschaft beschränken und die Lebensqualität der Kubaner verschlechtern, um uns zu politischen Zugeständnissen zu zwingen", schrieb Außenminister Bruno Rodríguez auf Twitter. "Damit werden sie erneut scheitern."

Die US-Regierung teilte mit, auch Gruppen-Bildungsreisen aus den USA nach Kuba seien künftig nicht mehr gestattet. Die US-Regierung hatte bereits im April neue Reiseeinschränkungen für Kuba angekündigt. Touristische Reisen von US-Bürgern nach Kuba sind schon zuvor nur unter bestimmten Bedingungen möglich gewesen – diese Möglichkeiten sind nun weiter begrenzt worden.
Familienbesuche bleiben unter der Neuregelung erlaubt. Auch Reisen beispielsweise aus journalistischen, akademischen oder humanitären Gründen sind weiterhin gestattet. Mit den neuen Einschränkungen soll nach US-Ministeriumsangaben Kubas Militär, Sicherheitskräften und Geheimdiensten eine Finanzierungsquelle entzogen werden.
Das Ministerium machte die kubanische Regierung verantwortlich für die Unterdrückung des eigenen Volkes und für ihre Einmischung in Venezuela. Dort stützt Kuba Präsident Nicolás Maduro, während die USA dessen Widersacher Juan Guaidó als legitimen Interimspräsidenten anerkannt haben. Mit den neuen Maßnahmen gegen Kuba dreht Trump die Lockerungspolitik seines Vorgängers Barack Obama weiter zurück.
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