Katastrophenbilanz

Taifun „Jebi“ fordert neun Todesopfer in Japan

Die Zahl der Taifun-Opfer in Japan ist auf neun gestiegen. Mehr als 340 Menschen seien darüber hinaus durch den stärksten Sturm seit 25 Jahren verletzt worden, berichten örtliche Medien.

Rund 1,3 Mio. Haushalte sind nach Angaben örtlicher Stromversorger momentan ohne Strom. Der Sturm brachte heftige Regenfälle mit sich. Er ist das jüngste in einer ganzen Serie von Unwettern, die Japan in diesem Sommer heimgesucht haben.

Rund 3000 Menschen mussten die Nacht auf dem auf einer künstlichen Insel im Meer errichteten internationalen Flughafen Kansai in der westlichen Provinz Osaka verbringen. Der zum Teil überflutete Airport bleibt vorerst geschlossen, 162 Flüge mussten gestrichen werden. Ein im Sturm abgetriebener Tanker war gegen die Brücke geprallt, die den Flughafen mit dem Festland verbindet. Die elf Personen an Bord des Schiffes blieben unverletzt.

„Jebi“, der 21. Taifun der Saison, war der stärkste Wirbelsturm seit rund einem Vierteljahrhundert, der auf das japanische Archipel traf. Der Sturm beschädigte Häuser und beeinträchtigte den Flug- und Bahnverkehr.

Die Windgeschwindigkeiten im Zentrum des Wirbelsturms betrugen zeitweise bis zu 216 Stundenkilometer. „Jebi“ traf auf die Provinz Tokushima auf Japans kleinster Hauptinsel Shikoku, dann zog der Wirbelsturm weiter Richtung Norden auf das Japan-Meer. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats