Izmir-Anschlag

Justizminister macht die PKK verantwortlich

Der türkische Sicherheitsapparat läuft auf Hochtouren. Nach dem Terroranschlag in Izmir sind bereits 18 Verdächtige festgenommen worden – und die PKK wird der Tat bezichtigt.

Nach dem Terroranschlag in der westtürkischen Küstenmetropole Izmir haben Sicherheitsleute nach Angaben von Justizminister Bekir Bozdag 18 Verdächtige festgenommen. Bozdag machte die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK für die Tat vom Vortag verantwortlich. Hinsichtlich der Verantwortlichen gebe es „keinen Zweifel“, sagte der Minister in Izmir. „Alle Erkenntnisse, die wir bisher erlangt haben, deuten darauf hin, dass die separatistische Terrororganisation PKK den Auftrag zur Durchführung des Anschlags gegeben hat.“

Bei einem Autobombenanschlag und einem Feuergefecht vor dem Justizgebäude in Izmir waren am Donnerstag ein Polizist und ein Gerichtsmitarbeiter getötet worden. Außerdem kamen zwei Angreifer ums Leben. Bozdag sagte: „Die Identität der Terroristen, die den Anschlag verübt haben, wurde festgestellt, aber vorerst machen wir keine Angaben zur Identität.“ Sieben Verletzte würden weiterhin in Krankenhäusern behandelt. Bei ihnen handele es sich um drei Anwälte und je zwei Polizisten und Zivilisten.

Bozdag sagte, Terrororganisationen in der Türkei „arbeiten geradezu in Schichten“. In der Silvesternacht hatte ein Terrorist in einem Club in Istanbul 39 Menschen getötet. Die Verantwortung für diese Tat reklamierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich. Der Angreifer ist weiterhin nicht gefasst. (dpa)

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