Istanbul-Anschlag

Auswärtiges Amt rät zu erhöhter Vorsicht

Die touristischen Highlights von Istanbul werden von Reisegruppen zunehmend gemieden.
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Die touristischen Highlights von Istanbul werden von Reisegruppen zunehmend gemieden.

Mit gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen müsse in der Türkei gerechnet werden, warnt das Auswärtige Amt. Doch eine allgemeine Reisewarnung gibt es nach wie vor nicht.

Nach den verheerenden Selbstmordanschlägen am Istanbuler Atatürk-Flughafen liegen der Bundesregierung nach eigenen Angaben bislang keine Informationen zu deutschen Opfern vor. „Bisher haben wir keine Hinweise, dass Deutsche betroffen sind“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am späten Dienstagabend.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte sich entsetzt über die Anschläge, bei denen drei Selbstmordattentäter nach Erkenntnissen der türkischen Behörden mindestens 36 Menschen mit in den Tod rissen. Dutzende Menschen wurden verletzt. „Noch sind die Hintergründe unklar, aber alles deutet darauf hin, dass Terroristen erneut in der türkischen Metropole zugeschlagen haben“, sagte Steinmeier am Dienstagabend in Berlin am Rande eines Fastenbrechens mit Christen, Juden und Muslimen. „Wir stehen an der Seite der Türkei.“

Das Auswärtige Amt aktualisierte in der Nacht zum Mittwoch seine Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei: Reisenden in Istanbul werde empfohlen, Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter aufzunehmen und die aktuelle Berichterstattung der Medien zu verfolgen. Landesweit sei weiterhin mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen zu rechnen. Allgemein werde Reisenden in türkischen Großstädten zu erhöhter Vorsicht geraten – insbesondere auf öffentlichen Plätzen sowie vor touristischen Attraktionen und allgemein bei Menschenansammlungen. (dpa)


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