Istanbul-Anschlag

Angreifer feuerte über 180 Kugeln ab

Der blutige Anschlag auf den Club Reina in Istanbul wird immer gruseliger. Der Terrorist verfügte offenbar über eine militärische Ausbildung und richtete Opfer eiskalt hin.

Der Angreifer auf die Silvesterparty in einem Nachtclub in Istanbul hat einem Zeitungsbericht zufolge mehr als 180 Kugeln auf die Feiernden geschossen. Der Mann habe sechs Magazine seiner automatischen Waffe geleert, berichtete die Zeitung „Hürriyet Daily News“ unter Berufung auf die Ermittlungen. Das Blatt zitiert einen Anti-Terror-Experten, wonach der Angreifer den Anschein erwecke, als sei er militärisch ausgebildet worden.

Augenzeugen hätten angegeben, der Angreifer habe auf dem Boden liegenden Menschen gezielt in den Kopf geschossen, berichtete das Blatt weiter. Der Täter habe sich anschließend umgezogen und seine Waffe gereinigt. Er habe dann inmitten der Panik den Club verlassen und sei mit einem Taxi vom Tatort weggefahren. Dem Taxifahrer habe er beim Aussteigen gesagt, er habe kein Geld, um ihn zu bezahlen.

Das Zeitung schrieb, der Angreifer sei bereits mit einem Taxi in das Ausgehviertel Ortaköy gekommen. Wegen des dichten Verkehrs in der Silvesternacht sei er in der Nähe des Clubs Reina ausgestiegen und die letzten Minuten zu Fuß gelaufen, bevor er sich um 01.20 Uhr am Sonntagmorgen den Weg in den Club freigeschossen habe. Bei dem Angriff wurden mindestens 39 Menschen getötet. Von dem Angreifer fehlt weiterhin jede Spur. (dpa)

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