Israel

Streit um Tempelberg eskaliert

Israel reagiert auf den tödlichen Anschlag auf eine Familie in einer Siedlung im Westjordanland. Nach blutigen Unruhen wegen eines Streits um den Tempelberg in Jerusalem haben die Palästinenser die Beziehungen zu Israel eingefroren. Reisenden wird zur Vorsicht geraten.

Bei einem Aufenthalt in Jerusalem ist derzeit Vorsicht geboten. Bereits vor einigen Tagen, am 14. Juli kam es auf dem Tempelberg zu einem Angriff auf israelische Sicherheitskräfte, bei dem zwei Polizisten getötet und ein weiterer verletzt wurden. Im Anschluss an dieses Ereignis verfügten die israelischen Behörden die Sperrung des Geländes um den Tempelberg und neue Sicherheitsmaßnahmen. Metalldetektoren wurden aufgestellt. Seitdem kommt es laut Auswärtigem Amt täglich zu Ausschreitungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften in der Umgebung des Tempelbergs sowie in angrenzenden Stadtvierteln Ost-Jerusalems.

Am vergangenen Freitag wurden bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften mindestens drei Palästinenser getötet und rund 400 weitere verletzt. Die jüngste Gewalttat war nun ein tödlicher Anschlag auf eine israelische Siedlerfamilie im Westjordanland. Der Attentäter war am Freitagabend in ein Wohnhaus in der Siedlung Neve Zuf eingedrungen. Er tötete mit einem Messer den Großvater sowie dessen erwachsenen Sohn und Tochter.

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman forderte von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas eine „klare Verurteilung des Massakers“. Am Wochenende drangen zudem israelische Soldaten in den Heimatort des Attentäters bei Ramallah ein.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden, die Altstadt von Jerusalem sowie die angrenzenden Ost-Jerusalemer Stadtviertel, vor allem At-Tur (Mount of Olives), Ras Al ‘Amud, Wadi Joz, Silwan und Al ‘Isawiya, zu meiden und in der näheren Umgebung der Altstadt besondere Vorsicht walten lassen. Darüber hinaus wird geraten, sich tagesaktuell informiert zu halten.

Bei Studiosus beginnen die nächsten Israelreisen mit Aufenthalt in Jerusalem am 18. August. Aufgrund der aktuellen Lage-Entwicklung gebe es einen zusätzlichen Informationsbedarf. Der Veranstalter informiert daher ab sofort und in einem ersten Schritt alle Gäste mit Abreise bis zum 30. September über die aktuelle Entwicklung in Jerusalem. (ASC/dpa)

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