Innenstadtmaut

Einfahrt in Londoner City verteuert sich

Wer nicht abgasfrei in die Londoner Innenstadt fahren will, muss tief in die Tasche greifen. In ein kleines Testgebiet dürfen bald zudem nur noch Elektro- oder Hybrid-PKW rollen.

Die Londoner City will in einem begrenzten Gebiet ein faktisches Verbot für Fahrzeuge mit reinem Verbrennungsmotor testen. Das teilt die Verwaltung des Finanzdistrikts in der britischen Hauptstadt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. In dem Pilotversuch soll zunächst der südliche Teil der Moor Lane – eine verhältnismäßig kleine Straße – für Fahrzeuge gesperrt werden, die nicht mit Elektro- oder Hybrid-Antrieb ausgestattet sind. Starten soll die Testphase im kommenden April. Grund für den Versuch ist die hohe Abgasbelastung in den engen Straßenschluchten des historischen Londoner Stadtzentrums.

Das faktische Verbot für reine Verbrennungsmotoren könnte später auf weitere Teile der Square Mile, wie die City auch genannt wird, ausgeweitet werden. Man werde die Ergebnisse des Pilotprojekts „sorgfältig prüfen und die Resultate verwenden, um künftige Vorschläge für andere Gebiete“ zu machen, hieß es.

Zeitgleich mit der Testphase für die Verbotszone wird in der Londoner Innenstadt auch eine neue Maut für ältere Fahrzeuge erhoben. Die „Ultra Low Emission Zone“ ist deckungsgleich mit der für die Innenstadt-Maut („Congestion Charge“), muss aber zusätzlich entrichtet werden. Bis Oktober 2021 soll sie auf beinahe das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Nutzer von Fahrzeugen, die den Vorgaben nicht entsprechen, müssen 12,50 Pfund Sterling (knapp 14 Euro) Maut pro Tag bezahlen. Die „Congestion Charge“ beträgt 11,50 Pfund. Für Dieselfahrzeuge fällt noch eine weitere Gebühr an.

Einen Schritt weiter ist man etwa in der französischen Hauptstadt Paris. Dort ist ein flächendeckender Bann für Autos mit Verbrennungsmotoren bereits für 2030 anvisiert. (dpa)

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