Indonesien

Komodo soll nicht geschlossen, aber teurer werden

Indonesien will sich den Eintritt auf seine Dracheninsel Komodo künftig teuer bezahlen lassen. Bei einem Treffen der Zentralregierung in Jakarta mit Amtsträgern aus der Provinz wurde beschlossen, die Insel mit etwa 5000 riesigen Waranen zu einem exklusiven Urlaubsziel zu machen. 

Die bereits beschlossene Schließung für die Dauer von zwölf Monaten wurde wieder gekippt, wie ein Sprecher der Provinzregierung am Dienstag der dpa mitteilte. Bislang war geplant, Komodo am 1. Januar ein Jahr lang für alle Touristen zu sperren. Damit sollte der Natur Gelegenheit gegeben werden, sich zu erholen.


Auf der Insel östlich von Bali sind etwa 5000 Warane zu Hause, die bis zu drei Meter lang und mehr als 70 Kilogramm schwer werden. Sie werden auch die letzten Drachen der Welt genannt. Komodo-Warane haben den Ruf, ziemlich aggressiv zu sein. Angriffe auf Menschen sind jedoch selten. Derzeit kommen pro Monat mehr als 10 000 Besucher auf die Insel. Als Eintrittspreis werden bislang umgerechnet etwa 9,20 Euro fällig.

Im Gespräch sind nun bis zu 450 Euro. Indonesiens Minister für Meeresangelegenheiten, Luhut Pandjaitan, sagte: "Komodo wird nicht geschlossen werden. Aber wir werden es weiter entwickeln und die Zahl der Besucher begrenzen." Eine offizielle Zahl nannte er nicht. Die Rede ist von maximal 5000 Urlaubern pro Monat. Zugleich kündigte der Minister an, dass "Nicht-Premium-Touristen" nur noch auf die Nachbarinsel Rinca gelassen werden sollen. Dort leben ebenfalls Komodo-Warane, die allerdings kleiner sind.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats