Indien

Härterer Kurs für Urlaubsort Goa

Im indischen Urlaubsort Goa soll nach einem Regierungswechsel das Nachtleben schärfer kontrolliert werden.

Wie ein Polizeisprecher sagte, hat die neu gewählte Regierung des Bundesstaats entsprechende Anweisungen erlassen. Er bestätigte damit Aussagen des neuen Ministerpräsidenten Manohar Parrikar. Dessen Wasserminister Vinod Palyekar hatte Goa zuletzt öffentlich als Schmelztiegel für illegale Parties, Prostitution und Drogenkonsum bezeichnet. Parrikar hatte daraufhin angekündigt, deutlich schärfer gegen illegale Veranstaltungen nach 22 Uhr vorzugehen.

Davon betroffen sein dürften insbesondere Tanzveranstaltungen an den zahlreichen Stränden von Goa, die in den Wintermonaten Zehntausende Touristen anziehen. „Es gibt schon längst Rechtssprechung des Obersten Gerichts gegen Feiern unter freiem Himmel nach 22 Uhr“, sagte Polizeisprecher Kartik Kashyap. „Die Regierung setzt diese Regelung nur um und hat uns aufgefordert, ihre Einhaltung strikt zu überwachen.“

Parrikar ist Mitglied der hindu-nationalistischen Partei BJP, die auch die indische Regierung in Neu Delhi stellt. Seit März regiert eine Koalition unter Führung der BJP auch den Bundesstaat Goa, der jährlich mehr als vier Millionen Touristen anzieht. (dpa)

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