Hoffnung auf mehr Touristen

Russland will elektronisches Visum einführen

Die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau ist eine beliebte Sehenswürdigkeit der russischen Metropole.
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Die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau ist eine beliebte Sehenswürdigkeit der russischen Metropole.

Russland will von 2021 an ein elektronisches Visum anbieten. Der Service soll mehr Touristen ins Land locken – allerdings zunächst nur in drei Städte.

Touristen sollen vor ihrer Reise nach Russland leichter an ein Visum kommen. In anderthalb Jahren solle für die Einreise ein elektronisches Visum ausreichen, berichten russische Medien. Das habe Präsident Wladimir Putin angeordnet. Damit würden Fahrten zu Visa-Zentren entfallen. Mit dem elektronischen Visum soll demnach ein Aufenthalt von bis zu 16 Tagen möglich sein – für Touristen, Geschäftsreisende oder aus humanitären Gründen.

Schon viele Länder haben auf elektronische Visa umgestellt. Statt gedruckte Unterlagen einzureichen, werden die geforderten Dokumente – zum Beispiel der Visaantrag und der Reisepass – eingescannt und auf der Antragsseite für das elektronische Visum hochgeladen. Die Bestätigung der Einreise-Erlaubnis bekommt der Reisende nach einer Prüfung per E-Mail zugeschickt.

Für welche Länder dieses Visum gelten solle, werde vom Außenministerium geregelt, heißt es. Es werde aber davon ausgegangen, dass etwa die EU, China und Südkorea davon profitieren würden. Derzeit rechne man mit Kosten von 50 US-Dollar (fast 45 Euro). Das wäre günstiger als bisher.

In der Startphase solle es für Städte wie Moskau, St. Petersburg und Kasan gelten, heißt es in den Berichten. Die Tourismusbranche rechnet mit Einführung von sogenannter E-Visa mit deutlich mehr Touristen. Der Anteil ausländischer Gäste könnte um bis zu einem Viertel zulegen.

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