Griechenland

U-Bahn-Streik verursacht Chaos in Athen

Am heutigen Dienstag ruht der Betrieb der meisten U-Bahnen in Athen.
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Am heutigen Dienstag ruht der Betrieb der meisten U-Bahnen in Athen.

Aus Protest gegen die geplante Privatisierung der zwei wichtigsten Athener U-Bahn-Strecken sind die Zugfahrer am heutigen Dienstag in einen Streik getreten.

Der auf 24 Stunden angelegte Ausstand auf der „roten“ und der „blauen“ Linie verursachte laut Polizei gewaltige Staus auf mehreren Zufahrtsstraßen in die griechische Hauptstadt.

Die Privatisierungen zahlreicher staatlicher Betriebe sowie von Häfen, Flughäfen, Energieversorgern und Wasserwerken ist eine der Bedingungen, damit Griechenland weiterhin finanzielle Hilfe von der EU, dem Europäischen Rettungsmechanismus (EMS) und der Europäischen Zentralbank (EZB) bekommen kann.

In Griechenland kommen die „Entstaatlichungen“ – wie die Privatisierungen kritisch genannt werden – langsam voran. In den vergangenen Monaten wurden 14 griechische Regio-Airports an ein von der Fraport geführtes deutsch-griechisches Konsortium verpachtet. Die Eisenbahn OSE wurde von den italienischen Staatsbahnen gekauft.

Eine Investorengruppe unter deutscher Führung soll zudem bald den zweitwichtigsten Hafen Griechenlands zu großen Teilen pachten. Es handelt sich um die Deutsche Invest Equity Partners, die in München sitzt, wie der Privatisierungsfonds in Athen im Sommer mitteilte.

Griechenland hatte 2010 zugesagt, durch Verkäufe insgesamt 50 Mrd. Euro in die Staatskasse holen zu wollen. Bislang wurden aber nur magere 2,5 Mrd. Euro erzielt. Die Regierung peilt inzwischen insgesamt nur noch 15 Mrd. Euro an. Ministerpräsident Alexis Tsipras hat nach eigenen Angaben ein Sonderbüro an seinem Sitz eingerichtet, dessen Mitarbeiter die Privatisierungen und neue Investitionen beschleunigen sollen. (dpa)

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