Gozo

Felsentor „Blaues Fenster“ eingestürzt

Seit dem heutigen Mittwoch Vergangenheit: Das „Blaue Fenster“ existiert nicht mehr.
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Seit dem heutigen Mittwoch Vergangenheit: Das „Blaue Fenster“ existiert nicht mehr.

Maltas Nachbarinsel Gozo verliert die größte Naturattraktion: Am Mittwochmorgen ist das als „Blaues Fenster“ bekannte Felsentor komplett eingestürzt und restlos im Meer versunken.

Heftige Winde, die am Dienstag und Mittwoch über Malta hinwegfegten, verursachten die komplette Zerstörung der Naturattraktion. Ministerpräsident Joseph Muscat bestätigte den „herzzerreißenden“ Einsturz auf Twitter, der nicht ganz unerwartet kam. „Über die Jahre in Auftrag gegebene Studien hatten darauf hingewiesen, dass unvermeidliche natürliche Zersetzung dieses Wahrzeichen heftig treffen würde“, schrieb er.

Bereits im vergangenen Jahr war bei stürmischer See ein Stück des „Blauen Fensters“ abgebrochen. Erst im Januar hatten die maltesischen Behörden das Betreten der Felsformation unter Strafe gestellt. Das 100 Meter lange und 20 Meter hohe Felsentor, das auch schon als Kulisse für die Kultserie „Game of Thrones“ diente, bestand aus Korallenkalk. Es gehörte zu den letzten noch existierenden Überresten der Landbrücke, die bis vor 13.000 Jahren Europa und Afrika verband. (dpa/MLE)

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