Gegen illegale Drohnenflüge

Britische Polizei soll höhere Fahndungsrechte erhalten

Ende 2018 legten Drohnenflüge den Airport Gatwick stundenlang lahm. Betroffen waren davon 140.000 Fluggäste.
imago/Xinhua
Ende 2018 legten Drohnenflüge den Airport Gatwick stundenlang lahm. Betroffen waren davon 140.000 Fluggäste.

Die britische Regierung zieht Konsequenzen aus den illegalen Drohnenflügen am Londoner Airport Gatwick und den damit verbundenen Flugausfällen kurz vor Weihnachten.

So sollen der Polizei zusätzliche Befugnisse zur Landung, Beschlagnahmung und Suche von Drohnen übertragen werden, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Darüber hinaus werde die Regierung an einem erweiterten Einsatz von Technologien arbeiten, durch die Drohnen an Orten wie Flughäfen oder Gefängnissen entdeckt und abgewehrt werden können. Zudem sollen die Sperrzonen um Flughäfen, in denen das Fliegen von Drohnen verboten ist, auf einen Radius von ungefähr fünf Kilometern ausgedehnt werden.

Von November 2019 an sollen Drohnenbesitzer zudem gesetzlich verpflichtet sein, sich zu registrieren, wie es weiter hieß. Polizisten dürften Anwesen durchsuchen und Drohnen beschlagnahmen – einschließlich der elektronischen Daten, die in ihnen gespeichert sind.

Kurz vor Weihnachten hatten Zeugen im Luftraum beim Flughafen Gatwick Drohnen gesichtet. Etwa 1000 Flüge waren aus Sicherheitsgründen gestrichen oder umgeleitet worden. Betroffen waren insgesamt 140.000 Fluggäste. Die für die Zwischenfälle bei Gatwick verantwortlichen Täter wurden bislang nicht gefasst. (dpa)

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