Geflutetes Camp

Deutscher Zeltplatz in Frankreich muss schließen

Nach der Überflutung eines deutschen Ferienlagers bei einem Unwetter in Südfrankreich mit einem Toten hat die Justiz die Schließung des Campingplatzes verfügt.

Das Berufungsgericht in Nimes wies die Leverkusener Jugendförderung St. Antonius an, jegliche Aktivitäten auf dem Gelände einzustellen, berichtete der französische Nachrichtensender Franceinfo. Sämtliche Installationen des von der deutschen Jugendförderung betriebenen Campingplatzes müssten beseitigt werden.

Bei der Überschwemmung des Campingplatzes in Saint-Julien-de-Peyrolas bei einem schweren Unwetter war Anfang August ein 66 Jahre alter Betreuer ums Leben gekommen. Von den mehr als 100 Kindern, die an dem Ferienlager teilgenommen hatten, wurden neun leicht verletzt. Die Gemeinde hatte bereits Monate vor dem Unwetter vor dem Organisieren von Ferienlagern im Überflutungsbereich des Flusses Ardèche gewarnt. Weil die Jugendförderung sich aus ihrer Sicht nicht an den örtlichen Bebauungsplan hielt, war die Gemeinde vor Gericht gegangen. Das Berufungsgericht gab der Gemeinde nun Recht.

Die französische Justiz hatte gegen die zwei Verantwortlichen der Organisation unter anderem Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. (dpa)

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