fvw Workshop in Thessaloniki

"Haben unglaubliche Wette gewonnen"

Wichtiges Event: fvw-Chefredakteur Klaus Hildebrandt (links) im Gespräch mit Dimitris Fragakis, Generalsekretär des GNTO, auf dem Kongresstag des fvw Workshop in Thessaloniki.
Christian Wyrwa
Wichtiges Event: fvw-Chefredakteur Klaus Hildebrandt (links) im Gespräch mit Dimitris Fragakis, Generalsekretär des GNTO, auf dem Kongresstag des fvw Workshop in Thessaloniki.

30 Reisebüros sind mit der fvw nach Thessaloniki gereist, um sich ein Bild vom Urlaub in Ausnahmezeiten zu machen. Am großen Kongresstag mit griechischen Tourismusvertretern war die Stimmung vorsichtig optimistisch. 


Es ist eine Mischung aus Optimismus und immer noch Ungläubigkeit über das Ausmaß der Folgen der Corona-Pandemie: Beim großen Kongresstag des fvw Workshop in Thessaloniki treffen sich an diesem Donnerstag Vertreter der Tourismusbranche aus Griechenland und Deutschland, um über die Zukunft des Tourismus in Hellas zu diskutieren. 30 Reisebüros waren mit der fvw in Griechenlands zweitgrößte Stadt gereist, um sich ein Bild der derzeitigen Lage zu machen. 

Nachfrage stimmt optimistisch

"Niemand hat erwartet, dass wir einmal so etwas erleben müssen", sagte Dimitris Fragakis, Generalsekretär des GNTO, dem griechischen Fremdenverkehrsamt, am Kongresstag im Grand Hotel Palace. Trotzdem zeigte er sich optimistisch. "Wir haben ganz klar Verluste erlitten, aber ich kann mit Stolz behaupten, dass wir diese unglaubliche Wette unter schwierigen Bedingungen gewonnen haben". Als "jahrelanges schwarzes Schaf Europas" habe es viele kritische Stimmen gegeben, die nicht daran geglaubt hätten, dass Griechenland in dieser Sommersaison noch Erfolg haben könnte. Aber als eines der wenigen Zielgebiete, die derzeit überhaupt bereisbar sind, habe Griechenland allen Kritikern das Gegenteil bewiesen.
Networking in der Pause: Oliver Wischnewski (links, Reiselounge Flensburg) und Lars Peters (LCC Baltic Reisebüro, Rostock) nutzen die Zeit zum Austausch.
Christian Wyrwa
Networking in der Pause: Oliver Wischnewski (links, Reiselounge Flensburg) und Lars Peters (LCC Baltic Reisebüro, Rostock) nutzen die Zeit zum Austausch.

Das unterstrich auch Philip Weiser vom Marktforschungsunternehmen Trevo Trend, der sich per Video zu dem hybriden Event zuschaltete. Denn die Buchungsanfragen für einen Hellas-Urlaub liegen derzeit nahezu auf Vorjahr. Das wurde aus den Zahlen deutlich, die Weiser für den fvw Workshop erhoben hatte.

Planungen für 2021 laufen

Die Momentaufnahme entschädigt allerdings nicht für den Großteil der verlorenen Sommersaison. "Unser Ziel muss es jetzt sein, dass wir die 700.000 Beschäftigten im Tourismus und die betroffenen Unternehmen weiterhin unterstützen", betonte GNTO-Staatssekretär Fragakis. Denn, und das wurde auf dem Kongresstag ganz deutlich, der Blick ist nach vorne gerichtet. Fragakis erwartet von 2021 zwar immer noch "eine große Portion Ungewissheit", aber die Planungen liefen auf Hochtouren.

Mittelfristig seien virtuelle Reisen angedacht und auch die Stadt Thessaloniki, die sich mehr und mehr als "City Break"-Destination auch im deutschen Markt etablieren will, plant vorsichtshalber zusätzlich virtuell: Die Stadt, die unter anderem bekannt ist für kulturelle Events, will etwa ein großes virtuelles Musikfestival starten und die Stadt auf diesem Wege "als klassisches alternatives Ziel im Herzen der Urlauber verankern", betonte Voula Patoulidou, Präsidentin der Tourismusorganisation Thessaloniki. 

Kongresstag live auf fvw.de verfolgen

Am Nachmittag sprechen auf dem Kongresstag unter anderem noch Roland Jaggi, COO von Aegean Airlines sowie Veranstaltervertreter aus Deutschland, wie etwa Halina Strzyzewska von FTI, Christiane Pilz von Attika Reisen sowie Mario Krug (LMX) und George Dimas (TUI). Zudem werden griechische Hoteliers zu Wort kommen und auch einige mitgereiste Reisebüros werden von ihren Erfahrungen in Griechenland berichten. Das hybride Event, das teilweise live in Thessaloniki und virtuell stattfindet, wird live auf fvw.de gestreamt (siehe Video oben).

Die 30 mitgereisten Reisebüros werden von Thessaloniki nach Chalkidiki weiterreisen, um auch dort die Gegend zu erkunden und Urlaub unter Corona-Bedingungen zu testen.

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