fvw Workshop Griechenland (Blog)

Eine kleine Reise, ein großes Signal

Gruppenbild mit Abstand: die Teilnehmer des fvw Workshop in Thessaloniki.
Christian Wyrwa
Gruppenbild mit Abstand: die Teilnehmer des fvw Workshop in Thessaloniki.

Wie fühlt sich Urlaub in Corona-Zeiten an, wie ist die Lage in Griechenland? Deutsche Reisebüros machten sich in Thessaloniki und Chalkidiki ein eigenes Bild. Klaus Hildebrandt über ein Event, bei dem vieles vertraut und doch alles anders war.

Kann, soll, darf man in diesen Zeiten ins Ausland reisen? Ich finde, man muss, solange nicht individuelle gesundheitliche Gründe dagegensprechen. Die fvw begleitet seit Wochen trotz vieler Rückschläge durch Reisewarnungen und Quarantänepflichten konstruktiv den Neustart der Touristik.

Kollegen und ich waren bei den ersten Flugreisen und Kreuzfahrten nach dem Lockdown dabei. Aber selbst unter den – mittlerweile in vielen Destinationen wieder verschärften – Corona-Bedingungen eine Gruppenreise zu organisieren ist noch mal etwas anderes.

Fast 50 fvw Workshops haben wir in den vergangenen Jahren bereits durchgeführt – die jüngste Reise mit 30 Reisebüros und Experten deutscher Veranstalter nach Griechenland war in jeder Hinsicht besonders. Maskenpflicht im Flugzeug, im Bus und in Chalkidiki sogar auf der Straße, nur 50 erlaubte Teilnehmer beim Kongresstag in Thessaloniki, Maskenpflicht im Saal – wir hielten uns strikt an die örtlichen Vorgaben.

Manchmal konnten wir aus der Not eine Tugend machen: Weil viele griechische Hoteliers und auch deutsche Touristiker dem Kongresstag gern folgen wollten, richteten wir kurzerhand einen Livestream auf unseren Websites ein und übertrugen so die Präsentationen und Podiumsdiskussionen.
"Restarting Tourism in Greece" lautete das Motto des Kongresstags. Die Griechenland-Repräsentantin der fvw, Anda Karayanni (links), und Redakteurin Rabea Spiralke mit Klaus Hildebrandt, der den Tag moderierte.
Christian Wyrwa
"Restarting Tourism in Greece" lautete das Motto des Kongresstags. Die Griechenland-Repräsentantin der fvw, Anda Karayanni (links), und Redakteurin Rabea Spiralke mit Klaus Hildebrandt, der den Tag moderierte.


Das Speed Dating von Reisebüros und Leistungsträgern verlegten wir in den Garten des Grand Hotel Palace – warum haben wir das sonst eigentlich immer drinnen gemacht? Und dass nicht die gesamte Gruppe mit einem Tour Guide die Sehenswürdigkeiten besuchte, sondern wir drei kleinere Gruppen mit jeweils einer – übrigens ausgezeichneten – Reiseleiterin hatten, die zeitversetzt unterwegs waren, machte die Ausflüge noch wertvoller.

In Griechenland hängt rund ein Viertel der Wirtschaftsleistung vom Tourismus ab, Deutschland ist ein ganz zentraler Quellmarkt. Entsprechend wichtig wurde das Event genommen. Überall empfingen uns hochrangige Vertreter von Behörden und Verbänden, in jedem kleinen Dorf begrüßte der Bürgermeister die Gäste. Im Luxusresort Eagles Palace auf der Halbinsel Athos erlebten die Teilnehmer, dass Urlaub unter den neuen Bedingungen Spaß macht.

Alle wollten zeigen: Griechenland ist offen für Urlauber, die Sicherheits- und Hygieneprotokolle funktionieren. Die Gastfreundschaft ist legendär, aber diesmal erschien sie noch ausgeprägter.

Am Kongresstag waren die griechischen Touristiker wissbegierig: Was kann man verbessern, was fehlt im Angebot für deutsche Urlauber, wie wird das (bislang erfolgreiche) griechische Krisenmanagement in Deutschland beurteilt?
Rundgang in Thessaloniki: Die Kunstinstallation des Künstlers Giorgos Zogolopoulos an der Uferpromenade ist eines der Wahrzeichen der zweitgrößten griechischen Stadt.
FVW Medien/KH
Rundgang in Thessaloniki: Die Kunstinstallation des Künstlers Giorgos Zogolopoulos an der Uferpromenade ist eines der Wahrzeichen der zweitgrößten griechischen Stadt.

Die griechische Touristik leidet, nur jedes zweite Urlaubshotel hat diesen Sommer geöffnet. Viele Tavernen und Geschäfte waren leer. Nicht nur in Deutschland bedroht die Pandemie Existenzen und Arbeitsplätze.

Umso wichtiger war es, ein Zeichen zu setzen, dass es weitergeht. Nächstes Jahr steht der zehnte fvw Workshop in Griechenland an. Dann hoffentlich wieder mit Sirtaki, viel mehr deutschen Urlaubern und Reisebüro-Gesprächen, in denen gängige Worte wie Kurzarbeit und Überbrückungshilfen fehlen.

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6.
Alexandra Stuiber
Erstellt 25. September 2020 14:32 | Permanent-Link

Was für eine schöne Reise !!
Wie habe ich das vermisst: Land und Leute kennenlernen und mit Gleichgesinnten die Welt erkunden.
Und: warum nicht ? Es war alles sicher und hygienisch einwandfrei !
Ich war zum 1. Mal bei der FVW dabei und bin begeistert von der Organisation ! Vielen Dank für die Erlebnisse in dieser besonderen Zeit. Überzeugend ist auf alle Fälle die Herzlichkeit der Griechen, die sich bei unseren 3 wunderbaren Reiseleiterinnen widergespiegelt hat. Ich erinnere mich an sehr lustige Situationen !

5.
Nina Schmidt
Erstellt 23. September 2020 14:16 | Permanent-Link

Trotz vieler Bedenken in meinem Umfeld, habe ich mich auf diese Tour gefreut und wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil! Die Gastfreundschaft, die uns entgegengebracht wurde, war unglaublich! Jeder Wunsch wurde einem erfüllt, sofern es die Hygiene- & Sicherheitsstandards erlauben. Natürlich gab es einige Einschränkungen zu einem „normalen Urlaub“. Aber die gibt es auch in Deutschland. Sie dienen der Gesundheit aller Menschen und haben den Aufenthalt in Griechenland in keinem Fall negativ beeinflusst. Stattdessen haben uns die Griechen mit ihrer Freundlichkeit und Freude unsere Sorgen sogar für einen kurzen Zeitraum vergessen lassen.
Unsere Reiseleiter haben einen phänomenalen Job gemacht. Sie haben uns die Geschichte und das Land, vor allem natürlich Thessaloniki und Chalkidiki, mit so viel Freude und Herzblut nähergebracht, dass es vielen schwer fiel, wieder nach Hause zu fliegen.
Chalkidiki ist eine Urlaubsregion mit viel Kultur, wunderschöner Landschaft, traumhaften Stränden und tollen Hotels für jeden Geldbeutel. Kombiniert mit Thessaloniki, hat man Städtereise und Badeurlaub vereint. Hat man individuelle Reisewünsche, Ideen oder Vorschläge, sind Agenturen, Hotels und das Fremdenverkehrsamt vor Ort offen und dankbar.
Ich danke allen Verantwortlichen, Sponsoren und Mitwirkenden für eine wunderschöne Tour und das sie den Mut hatten, diesen Workshop (trotz Kritik) durchzuführen.

4.
Bernadette Eigner
Erstellt 22. September 2020 21:28 | Permanent-Link

Eine phantastische Reise geht zu Ende. . .
Eine Reise der besonderen Art, die wir gerne angetreten sind um zu zeigen, wie wichtig der Tourismus in den Zielgebieten und gerade in Griechenland ist.
Wir danken der FVW für diesen perfekt organisierten Workshop der "anderen" Art, den Vertretern der Touristik für die netten Gespräche, den Hoteliers und Gastronomen für die perfekte griechische Gastfreundlichkeit und das tolle Essen.
Ihr habt uns verwöhnt und uns eure Region um Thessaloniki und Chalkidiki auf wirklich tolle Art und Weise näher gebracht.
Unsere Reiseleiter waren echt super und kannten wirklich jeden Zipfel der Region und der Geschichte.
Ich für mich muss wirklich sagen, Chalkidiki und Thessaloniki sind immer eine Reise wert.

Dankeschön , Ευχαριστώ πολύ für dieses tolle Erlebnis!

3.
Lars Peters
Erstellt 22. September 2020 16:58 | Permanent-Link

Selbstverständlich sollte man auch in diesen Zeiten ins Ausland reisen. Was würde einem sonst allein schon an kulinarischen Entdeckungen entgehen. Von der klassischen Taverne bis zum Sterne Menü wurde uns die ganze Vielfalt der griechischen Küche geboten. Und es war alles unfassbar lecker, egal ob Auberginenauflauf Mousaka, in seiner Tinte gekochter Tintenfisch oder eine Creme aus abgetropften Joghurt mit Kiefernhonig. Hier war jeder Restaurantbesuch ein besonderes Erlebnis und hat in Kombination mit der griechischen Gastfreundschaft und dem mediterranen Flair einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

2.
Michael Jost
Erstellt 22. September 2020 16:55 | Permanent-Link
bearbeitet

Es gab ja auch hier im Vorfeld einige kritische Stimmen. Ich frage mich allerdings warum? Diese Reise war in vielerlei Hinsicht gut und richtig. 1.) Viele Kollegen waren froh mal wieder raus zu kommen und sich live mit anderen Kollegen auszutauschen. 2.) Genau so wichtig war es für viele Kollegen auch, mal wieder zu sehen, wie es auch trotz Corona funktionieren kann. 3.) Für die griechischen Kollegen war es enorm wichtig gerde den sonst (warum eigentlich?) immer so kritischen Deutschen zu zeigen, dass Griechenland mit Corona umgehen kann. Und das haben sie in, wie ich finde, beeindruckender Weise geschafft! Codezustellung und Einreise haben problemlos funktioniert, die Hygienekonzepte in Thessaloniki und in Chalkidi haben super funktioniert, ohne dass man sich eingeschränkt oder unwohl gefühlt hat. Und zwar in einer Gründlichkeit, wie ich sie in deutschen Hotels bisher noch nicht gesehen habe. Natürlich ist es ungewohnt, wenn es auf einer Inforeise um 23:00 keine Getränke mehr gibt. Aber haben wir uns deshalb unwohl gefühlt? Ganz sicher nicht! Die Griechen waren schon immer sehr gastfreundlich, aber die Überschwänglickeit, die uns bei dieser Reise überall entgegen gebracht wurde war phänomenal! Und wer die Gegend im Norden Griechenlands noch nicht kennt, dem sei dringend geraten möglichst schnell dorthin zu reisen. Thessaloniki ist eine tolle Stadt und die Region in und um Chalkidiki ist traumhaft schön und kann beim Thema "Geschichte" mit anderen Gegenden in Griechenland locker mithalten. Der Austausch mit den griechischen Kollegen war sehr informativ und hat bereits jetzt zu guten Folgegesprächen geführt. Ich kann allen Beteiligten der FVW und des griechischen Fremdenverkehrsamtes nur dazu gratulieren, dass sie sich entschieden haben diesen Workshop auch unter erschwerten Bedingungen durchzuführen, denn er ist bestimmt auch hausintern nicht nur unkritisch gesehen worden. Vielen Dank für eine schöne und sehr informative Reise!

1.
Dirk Steffensen
Erstellt 22. September 2020 16:03 | Permanent-Link
bearbeitet

Ein fantastisches Erlebnis mit großartigen griechischen Gastgebern. Es zeigt, dass man auch in diesen Zeiten mit Verantwortung reisen kann und nicht auf die legendären Griechenland Workshops verzichten muss. Danke an die FVW für eine tolle Veranstaltung und die gelungene Umsetzung eines ausgezeichneten Konzepts!

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