fvw Workshop Griechenland

Athens Aufbruch

Das fvw Team in Athen: Oliver Graue, Kim Soltau, Rabea Spiralke, unsere Repräsentantin Anda Karayanni und Klaus Hildebrandt.
fvw
Das fvw Team in Athen: Oliver Graue, Kim Soltau, Rabea Spiralke, unsere Repräsentantin Anda Karayanni und Klaus Hildebrandt.

Nach dem Krisengipfel 2012 war die fvw wieder mit Reisebüros und Veranstaltern in Athen. Während Griechenlands Tourismus Rekorde einfährt und Städtereisen weiltweit boomen, hinkt die griechische Hauptstadt noch hinterher. Klaus Hildebrandt schildert seine ersten Eindrücke vom fvw Workshop.

Griechenland, so zeigen es die ökonomischen Daten, hat die wirtschaftliche Talsohle durchschritten. Doch die tiefgreifende Finanzkrise, die fast alle Griechen im Portemonnaie spüren und die sich in Athen an so manchem geschlossenen Geschäft ablesen lässt, hat tiefe Spuren hinterlassen. Es wäre noch schlimmer gekommen, hätte der wichtige Wirtschaftszweig Tourismus nicht ein starkes Comeback erlebt – 2018 kamen so viele Besucher aus Deutschland und aller Welt wie nie zuvor.

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2012, als sich die politischen Beziehungen beider Länder dramatisch zugespitzt hatten und das Wort Grexit so allgegenwärtig war wie heute Brexit, organisierten wir auf Anregung von Günter Ihlau, dem damaligen Vorsitzenden des DRV-Auslandsausschusses, einen fvw Workshop in Athen, der in Griechenland als wichtige Geste für die Zusammenarbeit der Touristiker beider Länder verstanden wurde.

Nun waren wir mit Reisebüros und Veranstaltern wieder in Athen. In den wichtigsten Destinationen deutscher Gäste wie Kreta, Rhodos und Kos sind die deutschen Urlauber längst zurück und haben im gesamten Land die Briten auf den zweiten Rang der Quellmärkte verwiesen. In Athen und der Region Attika ist das anders. Der Geschäftsreise- und Mice-Markt belebt sich, aber als Kurzreiseziel ist die Hauptstadt mit der nur eine halbe Stunde Fahrt entfernten Küste in Deutschland, anders als in anderen Ländern, noch nicht wieder in den Köpfen der Urlauber. Sind das die Nachwirkungen der Finanzkrise und der Proteste auf dem Syntagma-Platz? Braucht Athen ein neues Image abseits von Akropolis und der quirligen Plaka (Altstadt)?

Darüber wurde auf der Veranstaltung, die wir mit Unterstützung des griechischen Fremdenverkehrsamts GNTO, der Region Attika, der Hotelkammer und Aegean Airlines organisierten, intensiv diskutiert. Ein fvw Workshop in Athen ist neben allem Sightseeing immer auch ein politisches Event. Diesmal glücklicherweise weniger dramatisch als vor sieben Jahren. Denn es tut sich einiges: Das Akropolis-Museum und das neue Kulturzentrum Stavros Niarchos Foundation mit seiner spektakulären Architektur begeisterten die deutsche Gruppe. In Athen entstehen zahlreiche neue und oft sehr stylishe Hotels. Auch an der Küste wird investiert, gerade hat Four Seasons im Vorort Voulagmeni eröffnet. Die Gastfreundschaft der Griechen hat ohnehin alle Krisen überdauert.

Am Abschlussabend setzte der Auftritt der in Deutschland aufgewachsenen Sängerin Alexandra Gravas ein Statement für deutsche-griechische Verständigung und sorgte auch bei mir für Gänsehaut. Über die Aussichten für die Sommersaison in Griechenland und die touristische Entwicklung der Region Attika berichten wir ausführlich in der nächsten fvw und mit einer Bildergalerie auf fvw.de. Ich jedenfalls bin froh, dass wir wieder nach Athen gereist sind und, anders als vor sieben Jahren, eine Aufbruchstimmung spüren konnten.

 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Dietmar Belz
    Erstellt 1. April 2019 12:09 | Permanent-Link

    Ein wahrlich interessanter Workshop mit vielen Facetten, der Inspiration für künftige Reiseangebote gab. Herzlichen Dank an das fvw-Team für die Möglichkeit zur Teilnahme.

    Athen und die Umgebung als noch (fast) unentdecktes Städteziel anzubieten hat viele Vorteile für die Gäste. Angefangen von der großen Auswahl an Nonstop-Verbindungen ab vielen deutschen Flughäfen (vom hervorragenden Service beim Star Alliance-Mitglied Aegean konnten wir uns als Workshop-Teilnehmer selbst überzeugen), über das breite Hotel-Portfolio in allen Kategorien (sowohl im Zentrum wie auch in der Umgebung) und die sprichwörtliche griechische Gastfreundschaft in den zahlreichen Restaurants und oft liebevoll gestalteten Tavernen bis hin zu Kultur 'zum Anfassen', die über die bekannten antiken Steine weit hinaus geht. Und auch das Wissen über diese antiken Steine und die Zeit Ihrer Entstehung werden u. a. mit dem Akropolis-Museum oder der Multimediashow Hellenic Cosmos modern und anschaulich vermittelt.

    Für mich als spezialisierter Kreuzfahrt-Anbieter interessant: Es gibt mehr Kreuzfahrten mit Passagierwechsel in Athen, als jeder deutsche Hafen überhaupt Schiffsanläufe hat - von mehr als einem Dutzend Reedereien, darunter deutschsprachig immerhin auch Hapag-Lloyd und Nicko Cruises. Verzichtet man auf reine Deutschsprachigkeit an Bord, öffnet sich ein noch viel größeres Tor, um von Athen aus das östliche Mittelmeer zu erleben. Und da lässt sich vor oder nach der Kreuzfahrt trefflich ein Aufenthalt in Athen oder in einem der Strandhotels in der Region Attika kombinieren.

  2. Birthe Kanzler
    Erstellt 1. April 2019 12:14 | Permanent-Link

    Es freut mich außerordentlich, dass ein deutlicher touristischer Aufschwung in Griechenland zu spüren ist!! Wir haben speziell Athen als Städtereise verkauft und sehr gute Rückmeldung dazu. Was auch sehr gut angenommen wird sind die Kreuzfahrten der Celestyal Crystal und die Flüge mit der Aegean Airlines :-)

  3. Rainer Schlage
    Erstellt 1. April 2019 13:09 | Permanent-Link

    Ich war zwar leider kein Teilnehmer am Workshop, kenne aber das Problem Athen aus langjähriger Tätigkeit bei einem Griechenland-Veranstalter. Athen und Umland sind zwar Ziel jeder Studienreise, sind jedoch bei "Normalreisenden" kaum im Fokus. Das, obwohl Athen Dehkreuz (Flug, Schiff, - d.h. Fähren und Kreuzfahrten - und Auto) für Griechenland und selbst und seine Umgebung voll von einmaligen Sehenswürdigkeiten ist. Wollen wir hoffen, dass die großen in junger Vergangenheit getätigten Investitionen und unsere nach dem Workshop sicherlich nun folgenden Bemühungen den nötigen Erfolg bringen.

  4. Claus Knickmeier
    Erstellt 1. April 2019 15:39 | Permanent-Link

    Als ich mich, als Teilnehmer dieses Workshops, mit dem Thema Athen beschäftigte , stellte ich fest, dass ich Athen als Städtereise nicht auf dem Schirm hatte. Warum eigentlich nicht? Denn das hat mir dieser Workshop bewiesen, es war ein Fehler. Nicht nur Athen mit seinen Altertümern, sondern auch Attika mit seinen Stränden ist nicht nur für ein Wochenende zu empfehlen. Die Aegean mit dem guten Service und die relativ kurze Flugzeit macht schon die Anreise zu einem Erlebnis. Desweitern ist es von Athen zu den Inseln nur noch ein Sprung. "Athen und Umgebung", du hast mehr Besucher verdient .
    Danke an das FVW-Team und die Organisatoren vor Ort, dass ich das erleben durfte.

  5. Andreas Stefanis
    Erstellt 1. April 2019 19:32 | Permanent-Link

    Als gebürtiger Athener, der seit über 27 Jahren in Deutschland lebt, habe ich sieben Jahre nach dem ersten Workshop auf Kos und Rhodos wieder das Glück gehabt, an diesem Athener & Attika Workshop mit dem fvw Team und den 40 super netten Reisebüroagenten teilzunehmen. Ich bin Athener, lebe in Deutschland, bin aber regelmäßig in Athen. Und ich stelle immer wieder fest, dass die Wahrnehmung Athens bei den Deutschen nicht den Tatsachen entspricht. Athen ist cool! Athen ist eine lebendige, coole Stadt. Für junge Leute, für Junggebliebene. Nicht laut und schmutzig, sondern lässig und schick, mit langer Geschichte, tollen Distrikten mit Flair, innovativen Geschäften, Restaurants, Bars und richtig guten Museen und Galerien. In zwanzig Minuten ist man an den sauberen Stränden der Attischen Riviera, vom Pireas-Hafen in nur eineinhalb Stunden mit der Fähre auf Ägina, Hydra, Poros, Spetses. Vom Hafen Rafina in nur einer Stunde auf Evia, Andros etc. Unsere Freunde sagen: Athen ist so geil! Und das Schönste: Athen ist eine Ganzjahresdestination und lohnt sich auch zwischen November und April. In drei Stunden Flugzeit ab Deutschland seid Ihr dort!
    Ich liebe Athen. Und ich liebe den fvw Workshop :), danke!

  6. Ulrike Magiera
    Erstellt 8. April 2019 11:29 | Permanent-Link

    Der Athen fvw Workshop war für mich wieder einmal eine große Bereicherung. Es ist wirlich schade, dass Athen in der Reisestatistik so weit hinten steht, aber in Deutschland fehlt es an der Werbung für dieses so reizvolle Ziel. Die Hotelerie ist vorhanden und wie wir selbst erleben durften, sehr hochwertig. Die Aegeanair ist eine qualitativ hohe Airline, ich war begeistert vom Service. Athen ist gut erreichbar. Der Tagesausflug durch Attika hat mich überwältigt. Es gibt wunderschöne Strände , eine Städtereise mit Badeurlaub verbunden ist eine optimale Reise für 1 Woche und kann sich sehr gut bewerben lassen, da es sich von anderen Städtereisen abhebt. Es muss ja nicht immer Barcelona sein. Ich würde mir wünschen, dass ausser dem Veranstalter Attika noch anderen Veranstalter Pauschalreisen mit dieser Kombination anbieten würden. Dieser fvw Workshop hat uns alle wachgerüttelt.
    Ich freue mich, meine Kunden meine Impressionen und Reisetipps im Beratungsgespräch weiterzugeben.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats