Feuersbrunst

Brände in Kalifornien kosten 31 Menschenleben

Die Waldbrände in Kalifornien wüten weiter. Mindestens 31 Menschen sind in den Flammen umgekommen, mehr als 200 werden noch vermisst. In Malibu brennen teure Villen ab.

Der Ausnahmezustand in Kalifornien hält an, die Zahl der Opfer steigt weiter: In der nordkalifornischen Ortschaft Paradise seien in ausgebrannten Häusern und Autos weitere sechs Leichen gefunden worden, teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Damit erhöhte sich dort die Zahl der Opfer auf 29 Menschen. Im südkalifornischen Malibu waren bereits am Freitag zwei Leichen in einem Auto entdeckt worden, sie waren verbrannt.

In Paradise, wo das sogenannte „Camp“-Fire seit Donnerstag mehr als 6000 Häuser zerstörte, werden weiterhin viele Menschen vermisst. Die Behörden sprachen am Sonntag von 228 Personen. Vermutlich stehen aber auch Personen auf der Vermisstenliste, die sich bereits in Sicherheit bringen konnten. Chaotische Verhältnisse mit abgesperrten Straßen sowie ohne Telefonnetz erschweren die Suche nach Angehörigen.

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpften am Wochenende weiter gegen drei große Brände im Norden und Süden Kaliforniens an. Fast 150.000 Menschen hätten ihre Häuser räumen müssen, teilte die Einsatzleitung im Bezirk Los Angeles mit.

Mit der Rückkehr der heftigen Santa-Ana-Winde blieb die Lage in Südkalifornien weiter angespannt. Für den Promi-Ort Malibu und umliegende Gebiete waren Evakuierungsbefehle weiter in Kraft. Das sogenannte „Woolsey“-Feuer habe dort Dutzende Häuser vernichtet, hieß es.

Auch das Anwesen von Thomas Gottschalk und seiner Frau Thea in Malibu brannte ab. Seine Villa sei zerstört, sagte Gottschalk dpa am Sonntag auf Anfrage. Auch Hollywood-Star Gerard Butler und „Doctor Strange“-Regisseur Scott Derrickson haben ihre Häuser verloren.

Feuer werden weiter lodern

Bei anhaltender Trockenheit, Wärme und heftigen Winden sei eine baldige Entspannung der Lage nicht in Sicht, warnte die Feuerwehr am Sonntag. Es gab aber auch einen Lichtblick. Dank eines massiven Löscheinsatzes konnte einer der drei Großbrände – das sogenannte „Hill“-Feuer – zu 70 Prozent eingedämmt werden.

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown hat in Washington rasche Bundeshilfe für die Opfer der Feuerkatastrophe angefordert. US-Präsident Donald Trump und der liberale Westküstenstaat sind oft auf Kollisionskurs. So hatte Trump mit Blick auf die jüngsten Brände den Behörden Missmanagement vorgeworfen und mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht. „Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forstmanagement“, schrieb Trump auf Twitter. Brown wies diese Darstellung vehement zurück. (dpa)

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