Extremwetter

Taifun "Lingling" tötet mehrere Menschen in Korea

Die koreanische Halbinsel wurde bereits zum 13. Mal in diesem Jahr von einem Taifun heimgesucht. Süd- und Nordkorea melden Tote. Zudem verursachte der Sturm Gebäude- und Ackerschäden.

Der Taifun "Lingling" hat am Samstag mehrere Menschen in Süd- und Nordkorea in den Tod gerissen. Das südkoreanische Innenministerium teilte mit, dass drei Menschen ums Leben gekommen und 24 weitere Personen, darunter auch Polizeikräfte und Feuerwehrleute, verletzt worden seien. Die staatlichen Medien im abgeschotteten Nordkorea vermeldeten später unter Berufung auf den Katastrophenschutz, fünf Menschen seien infolge des tropischen Wirbelsturms gestorben.

"Lingling" hatte zunächst im Süden und danach im Norden der geteilten koreanischen Halbinsel gewütet, bevor er weiter in Richtung Russland zog. Besonders stark betroffen war in Südkorea die Westküste.
In Südkorea waren laut offiziellen Angaben etwas mehr als 161.000 Haushalte zeitweise ohne Strom. Die Versorgung war am Sonntag zum größten Teil wiederhergestellt. Zudem verursachte der Sturm an zahlreichen Gebäuden Schäden und überflutete Äcker. Die Winde waren so stark, dass Bäume einknickten. In Seoul flogen vereinzelt von starken Böen losgelöste Gebäudeteile und andere Gegenstände auf die Straßen der Hauptstadt.

Eine Frau starb nach Behördenangaben in Boryeong südwestlich von Seoul, als sie von starken Winden erfasst wurde. In der westlichen Küstenstadt Incheon wurde ein Mann von einer einstürzenden Mauer auf dem Parkplatz eines Krankenhauses erschlagen. Im nordwestlichen Paju wurde ein 61-Jähriger auf einem Golfübungsplatz von einem losgelösten Dachteil tödlich getroffen.

Nach Berichten der nordkoreanischen Medien wurden drei Menschen verletzt. Mehr als 460 Häuser seien teilweise beschädigt oder zerstört sowie öffentliche Einrichtungen und 64 200 Hektar Ackerland überflutet worden.

"Lingling" war bereits der 13. Taifun in diesem Jahr, der auf die Halbinsel traf. Nordkoreanische Medien berichteten, dass Machthaber Kim Jong Un bereits am Freitag ein Krisentreffen einberufen habe, um Präventionsmaßnahmen zu besprechen. Die Welthungerhilfe hatte ihren Landesdirektor für Nordkorea, Lars Düerkop, auf Twitter mit der Warnung zitiert: "Die Auswirkungen des Sturms könnten dramatisch sein, denn die Menschen in Nordkorea sind auf solche Zyklone nur schlecht eingestellt."
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