Erdbeben in Italien (Update)

Lawine verschüttet Hotel

Tragödie in Italien: Eine durch die Erdbebenserie ausgelöste Lawine verschüttet ein Hotel mit etwa 30 Menschen. Nach Angaben der Retter gibt es viele Tote.

In dem von einer Lawine verschütteten Hotel in der Erdbebenregion in Italien sind nach offiziellen Angaben etliche Menschen ums Leben gekommen. „Es sind viele Tote“, sagte ein leitendes Mitglied der Rettungskräfte laut Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag. In dem Gebäude in den Abruzzen werden laut Ansa um die 30 Menschen vermutet.

Auf Rufe der Rettungskräfte am Ort des verschütteten Hotels in der italienischen Erdbebenregion hat bislang niemand reagiert. „Wir rufen aber niemand antwortet“, berichteten Helfer vom Unglücksort in der Gemeinde Farindola in der Region Pescara der Nachrichtenagentur Ansa zufolge. Die dramatische Szenerie, die sich den Helfern zeige, sei ein „tragisches Gemisch aus Erdbeben und Lawine“.

Die Rettungskräfte von Zivilschutz, Feuerwehr und Bergrettung waren am späten Mittwochabend in die wegen des vielen Schnees schwer zugängliche Region vorgerückt. Zuvor hatte es einen Hilferuf per SMS gegeben, wie Medien berichteten. „Hilfe, Hilfe, wir sterben vor Kälte“, zitierten Ansa und die Zeitung „La Repubblica“ die Textnachricht.

Zwei Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Freien aufgehalten haben sollen, wurden laut Ansa gerettet. In der Nacht kam es zu weiteren Erdstößen in der schwer gebeutelten Region. Schneemassen und Kälte erschwerten die Rettungsarbeiten. Einige Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten, Tausende Haushalte ohne Strom.

Einsatzkräfte hatten bereits am Mittwochabend eine Leiche aus den Trümmern eines Hauses in der Gemeinde Castel Castagna in der Provinz Teramo geborgen. Binnen einer Stunde hatten am Mittwoch mehrere schwere Erdstöße – alle mit einer Stärke über 5 – die Region um den bereits zerstörten Ort Amatrice erschüttert. Die Beben waren auch in der 150 Kilometer entfernten Hauptstadt Rom deutlich und lange zu spüren. Die Region wird seit Monaten immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. (dpa)

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