Ein Jahr nach Urlaubermorden

Motive für Messerattacke an Hurghada-Strand ungeklärt

Auf grausige Weise endet das Leben zweier Urlauberinnen in Ägypten. Ein Angreifer ersticht sie am Badestrand vor dem Hotel. Auch ein Jahr danach macht die Tat in Hurghada fassungslos. Viele Menschen ärgern die stockenden Ermittlungen. Hintergründe blieben bis heute unklar.

Die Hintergründe für die tödliche Messerattacke am ägyptischen Badestrand von Hurghada bleiben auch knapp ein Jahr nach der Tat unklar. Am Stand der Ermittlungen habe sich nichts verändert, teilte die Staatsanwaltschaft Hildesheim auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Am 14. Juli 2017 hatte ein 28-Jähriger zwei deutsche Urlauberinnen aus dem niedersächsischen Kreis Peine an einem Hotelstrand mit mehreren Messerstichen getötet, bevor er überwältigt wurde. Vier weitere Ausländer wurden verletzt. Eine 36-jährige Tschechin starb wenig später an den schweren Stichverletzungen.

Im März dieses Jahres erreichte die Behörde eine sogenannte Verbalnote aus Ägypten. Demnach lagen dort Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschuldigte an einer psychischen Erkrankung leidet und in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt wurde. Der Mann habe die Taten zugegeben. Die Hildesheimer Ermittler betonten aber, dass es sich bei der Verbalnote nicht um die Antwort auf das Rechtshilfeersuchen handelt, mit dem sie auf diplomatischem Weg versuchen, an Informationen aus Ägypten zu kommen. (dpa)

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