Deutschlandtourismus

Ferienhausbranche wächst in Deutschland weiter

Entspannt im Ferienhaus: Die Nachfrage nach Urlauben im eigenen Feriendomizil ist jüngst gestiegen.
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Entspannt im Ferienhaus: Die Nachfrage nach Urlauben im eigenen Feriendomizil ist jüngst gestiegen.

Die Buchung von Ferienhäusern hierzulande wird auch in diesem Jahr zunehmen, wie der Deutsche Ferienhausverband prognostiziert. Gründe dafür sind unter anderem günstige Preise und die Möglichkeit, den Urlaub flexibel zu gestalten. Gerade in diesem Punkt muss die Branche sich aber noch stärker anpassen.

Die deutsche Ferienhausbranche erwartet 2019 erneut eine höhere Nachfrage und mehr Buchungen. "Insbesondere die steigende Qualität der Wohnungen wird auch zukünftig das Wachstum sichern", schreibt der Deutsche Ferienhausverband (DFV) in seiner aktuellen Branchenumfrage. Auch bei Gruppenreisen würden Ferienwohnungen immer beliebter.

Urlaub in einer Ferienwohnung sei verhältnismäßig preisgünstig, erfülle den Wunsch vieler Menschen nach Privatsphäre und schaffe ein familiäres Zusammengehörigkeitsgefühl, sagte der DFV-Vorsitzende Aye Helsig der Deutschen Presse-Agentur. Vielen Urlaubern komme auch entgegen, dass sie anders als in Hotels nicht an feste Essenszeiten gebunden seien. "Im Inland sind Ferienwohnungen und -häuser für Reisen ab fünf Tagen die beliebteste Unterkunftsform", betonte der Deutsche Tourismusverband.

Die Vermieter müssen sich allerdings an wachsende Anforderungen anpassen. So ergab die Branchenumfrage des DFV, dass sich die Urlauber mehr Flexibilität wünschen. "Man will kürzere Reisezeiten wählen, flexibler im Reiseverhalten sein", sagte Helsig. Noch immer sei es weit verbreitet, dass Ferienwohnungen von Samstag bis Samstag und für mindestens eine Woche gebucht werden müssten.

2018 betrug das Buchungswachstum 13 Prozent, wie aus der Branchenumfrage hervorgeht. Der Umsatz legte demnach im Mittel um 20 Prozent zu. Zu Verunsicherungen in der Branche hätten allerdings die neuen Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geführt. Sorgen bereiten auch die Zweckentfremdungsverbote, mit denen einige vor allem größere Städte gegen die Wohnungsnot vorgehen wollen. So gebe es meist keinen ausreichenden Bestandsschutz.

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