Deutschland-Tourismus

Fünftes Rekordjahr in Folge

Der Tourismus in Deutschland brummt. 2014 haben Hotels und Pensionen wieder einen Übernachtungsrekord verzeichnet. Auch, weil Deutschland immer mehr Menschen aus dem Ausland anzieht.

Der Boom im Deutschland-Tourismus hält an: 2014 brachte den fünften Übernachtungsrekord in Folge. 424 Mio. Übernachtungen von Touristen und Geschäftsreisenden zählte das Statistische Bundesamt. Damit stieg die Zahl zum Jahr davor nochmals um drei Prozent.

Getrieben wurde der Zuwachs einmal mehr vor allem von Gästen aus dem Ausland. Ihre Übernachtungszahl erhöhte sich binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf 75,5 Millionen. Bei inländischen Gästen gab es ein Plus von drei Prozent auf 348,5 Millionen. Die Statistik berücksichtigt Pensionen und Hotels mit mindestens zehn Schlafplätzen.

„Deutschland als Gastgeberland ist international beliebt wie nie“, kommentierte Dehoga-Präsident Ernst Fischer die Zahlen. Der positive Übernachtungstrend spiegele sich auch in Wachstum und Beschäftigung der Gesamtbranche wider: „In den vergangenen zehn Jahren haben Hoteliers und Gastronomen mehr als 212.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen, ein Plus von rund 30 Prozent.“

Auch der Dezember lief gut für die Hotellerie. 26,0 Mio. Gästeübernachtungen bedeuteten ein Plus von sechs Prozent zum entsprechenden Monat des Jahres davor. Zum Jahresende stieg die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste mit neun Prozent auf 5,3 Millionen ebenfalls rasant. Bei inländischen Gästen zählte die Behörde einen Anstieg um fünf Prozent auf 20,7 Millionen.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) ist zufrieden. „Damit ist eine hervorragende Grundlage für unsere mittel- und langfristige Prognose gelegt: Im Jahr 2020 sind 80 Mio. Ausländerübernachtungen möglich. Im Jahr 2030 halten wir 121,5 Millionen für realistisch“, sagte die DZT-Vorsitzende Petra Hedorfer.

Hingegen klagte Dehoga über neue bürokratische Hürden. Fischer sagte: „Mindestlohn plus Arbeitszeitdokumentation, Allergenkennzeichnung, ein starres Arbeitszeitgesetz oder Bettensteuern – das und mehr gefährden Wachstum und Arbeitsplätze.“ (dpa/ASC)

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