Deutschland

Bund will 50 Mrd. Euro ins Schienennetz investieren

Die Bundesregierung will nach einem Zeitungsbericht deutlich mehr Geld ins marode Schienennetz der Deutschen Bahn stecken und längerfristige Zusagen machen.

Zwischen 2020 und 2029 sollen rund 50 Mrd. Euro in die Modernisierung der Trassen des bundeseigenen Konzerns investiert werden, schreibt die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Pläne im Finanzministerium.

In Koalitionskreisen hieß es am Sonntag, 50 Milliarden über zehn Jahre wären möglich. Die Verhandlungen seien aber noch in vollem Gang. Das Finanzministerium wollte sich nicht zu dem Bericht äußern, im Verkehrsministerium hieß es auf Anfrage: "Die Gespräche mit der DB zur Fortschreibung der sogenannten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn (...) laufen."

In dem vom Kabinett gefassten Eckwertebeschluss zum Haushalt sind von 2020 bis 2024 unter anderem zusätzlich eine Milliarde Euro jährlich für den Erhalt und die Modernisierung der Schienenwege vorgesehen. Derzeit überweist der Bund den Angaben zufolge jährlich 3,5 Mrd. Euro für sogenannte Ersatzinvestitionen. Die Summe wird alle fünf Jahre neu verhandelt.

Nun soll es laut "Bild am Sonntag" einen Zehn-Jahres-Plan geben. Demnach würden die Zuschüsse für das Schienennetz von 2020 an auf 4,6 Mrd. Euro, von 2025 an auf 5,6 Mrd. Euro pro Jahr steigen.

Ein Bahn-Sprecher sagte der Zeitung, grundsätzlich wäre eine Verlängerung der Laufzeit von fünf auf zehn Jahre von großem Vorteil: "Wir würden zusätzliche Planungssicherheit gewinnen, könnten unsere Baumaßnahmen noch besser koordinieren und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Bahnverkehr weiter reduzieren."

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