Deutscher Luftverkehr

Wirtschaft erwartet Jobverluste durch Flugausfälle

Vor dem Luftfahrtgipfel am kommenden Freitag in Hamburg wird noch einmal Tacheles geredet. Die deutsche Wirtschaft warnt vor Schäden durch ausfallende Flüge und fehlende Flughafen-Kapazitäten.

„Deutschland darf bei der Entwicklung des Luftverkehrs nicht den Anschluss verlieren“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Doch leider gibt es immer mehr Flugausfälle und Verspätungen“, kritisierte er vor dem Luftfahrtgipfel am Freitag in Hamburg.

Es sei zwar richtig, dass die beteiligten Akteure beim Luftfahrtgipfel Personalengpässe und organisatorische Defizite angehen wollten. Das allein werde aber nicht ausreichen, um die Probleme im Luftverkehr zu lösen. Auch die Flughafen-Kapazitäten und die Nutzungsbeschränkungen müssten auf die Agenda.

Am Freitag kommen Vertreter der Politik, der Luftfahrtbranche und der Flugsicherung in Hamburg zusammen, um darüber zu beraten, wie Flugausfälle und Verspätungen vermieden werden können.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher erhofft sich von dem Treffen wirksame Maßnahmen. „Ich erwarte eine Reihe sehr konkreter Ergebnisse und Verabredungen“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Als Beispiel nannte er ein Preissystem, das unpünktliche Airlines zusätzlich zur Kasse bittet. „Kurzfristig sollte jeder Flughafen seine Start- und Landegebühren so gestalten, dass verspätete Ankünfte und Abflüge für die Airlines spürbar teurer werden“, forderte der SPD-Politiker. (dpa)

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