Costa Rica | Nicaragua

Wirbelsturm erreicht Festland

Ein Hurrikan hält Mittelamerika in Atem. Heute soll „Otto“ auf Land treffen. Die Menschen sind alarmiert. In Panama gab es bereits drei Tote. Der Hurrikan könnte seinen Weg im Pazifik fortsetzen.

Hurrikan „Otto“ hat in der Karibik wieder an Stärke gewonnen und bedroht jetzt Costa Rica und Nicaragua. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde zieht er auf die beiden mittelamerikanischen Länder zu. Am frühen Morgen war er noch knapp 100 Kilometer von deren Ostküste entfernt und bewegte sich mit 13 Kilometern pro Stunde westwärts.

Das US-Hurrikan-Zentrum in Miami warnte vor Springfluten und Erdrutschen. Für den Küstenabschnitt zwischen Puerto Limón in Costa Rica und Bluefields in Nicaragua galt Hurrikan-Warnung. Die Meteorologen erwarten, dass der Wirbelsturm über beide Länder hinwegziehen und in der Nacht zum Freitag die Pazifikküste erreicht. Dort wurde zwischen Puntarenas in Costa Rica und Puerto Sandino in Nicaragua bereits Tropensturm-Warnung gegeben.

„Otto“ hatte sich vorübergehend abgeschwächt und dann wieder an Kraft gewonnen. Der Hurrikan entstand kurz vor Ende der Hurrikan-Saison im Atlantik. Wirbelstürme sind dort im November schon recht selten, weil sich das Wasser in der Karibik wieder abkühlt.

Es handele sich um einen sehr gefährlichen Hurrikan, warnte Costa Ricas Präsident Luis Guillermo Solís. Bereits am Mittwoch wurden fast 1200 Häuser beschädigt sowie 32 Landstraßen, eine Brücke, zwei Dämme und fünf Wasserleitungen in Mitleidenschaft gezogen, wie die Zeitung „La Nación“ berichtete.

Die Regierung in San José gab allen öffentlichen Bediensteten für Donnerstag und Freitag frei und empfahl privaten Firmen, das Gleiche zu tun. Mehrere tausend Menschen in der Küstenregionen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und in Notunterkünften Schutz zu suchen. Am Flughafen der Hauptstadt wurden mehrere Flüge abgesagt.

In Nicaragua wurden die Rettungskräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Rund 10.000 Menschen in den besonders gefährdeten Gebieten müssten womöglich in Sicherheit gebracht werden, teilten die Behörden mit. (dpa)

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