Coronavirus

US-Soldaten in Südkorea infiziert

Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea ist zum ersten Mal auch bei einem Soldaten der US-Truppen in dem Land das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden.

Es handelt sich nach Angaben der US-Streitkräfte Korea (USFK) um einen 23-jährigen Soldaten von der Militärbasis Camp Carrol, die in der vom Ausbruch am stärksten betroffenen Region im Südosten des Landes liegt. "Der Patient befindet sich zurzeit in Selbstquarantäne in seinem Wohnsitz außerhalb der Basis", teilen die USFK mit. Die USA haben in Südkorea als Abschreckung gegen potenzielle Bedrohungen aus Nordkorea 28.500 Soldaten stationiert.

Mehr als einen Monat nach dem ersten nachgewiesenen Infizierungsfall in Südkorea stieg die Zahl der von dem Erreger Sars-CoV-2 Befallenen über Nacht auf mehr als 1000 Menschen. Die Gesundheitsbehörden meldeten 169 neue Fälle, die Gesamtzahl erhöhte sich auf 1146 Fälle. Bisher brachten die Behörden elf Todesfälle mit dem Virus in Verbindung. Am Dienstag starb den Angaben zufolge zum ersten Mal ein Ausländer. Der Mann aus der Mongolei hatte sich mit dem Virus angesteckt.

Die Mehrheit der neuen Infizierungsfälle konzentriert sich erneut auf die südöstliche Millionenstadt Daegu und die umliegende Region. Die Regierung hatte am vergangenen Freitag Daegu und die benachbarte Stadt Cheongdo zu Sonderkontrollzonen erklärt. Am Sonntag wurde dann für das ganze Land die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. In keinem Land außerhalb Chinas, wo Covid-19 im Dezember ausgebrochen war, gibt es mehr Infizierungsfälle.

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