Wegen Coronavirus

In diese Länder gelangen Deutsche nur schwer

Für Montenegro waren die Einreisebeschränkungen kurzzeitig ausgesetzt. Wegen der starken Zunahme an Corona-Fällen gilt der Balkan-Staat nun wieder als Risikogebiet.
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Für Montenegro waren die Einreisebeschränkungen kurzzeitig ausgesetzt. Wegen der starken Zunahme an Corona-Fällen gilt der Balkan-Staat nun wieder als Risikogebiet.

Trotz der Reisefreiheit in großen Teilen der EU und der Efta: Weltweit halten die weitaus meisten Länder ihre Einreise-Beschränkungen noch aufrecht, darunter wichtige Urlaubsländer. Ein Überblick.


ACHTUNG: Diese Liste bezieht sich lediglich auf Länder, die nach wie vor Reisebeschränkungen auferlegen, sich also größtenteils außerhalb des EU- oder Schengen-Raums befinden. Die Einreiseregelungen für europäische Länder finden Sie in stets aktualisierter Form an dieser Stelle.


Grundsätzlich finden Sie Informationen auch auf den Seiten des
Auswärtigen Amtes. Klicken Sie dazu die Rubrik "Sicher reisen" an. Im sich nun öffnenden Fenster geben Sie unter "Ihr Reiseland" (zweites von links) den gesuchten Ländernamen ein.

Weltweit: Reisewarnung bis 31. August


Die Bundesregierung hat eine für 160 Länder geltende Reisewarnung ausgesprochen: Urlaubsreisen in diese Staaten sollten unbedingt unterlassen werden. Dies gilt noch bis 31. August.

Alle zwei Wochen setzen sich die Verantwortlichen aus den Mitgliedsstaaten der EU zusammen und beraten darüber, welche Länder außerhalb der EU so niedrige Infektionszahlen aufweisen, dass die Einreisebeschränkungen für Bürger aus diesen Staaten aufgehoben werden kann. Diese Liste hat zwar nur empfehlenden Charakter, in der Regel wird sie jedoch ganz oder teilweise von den Mitgliedern übernommen.

Deutschland hat derzeit für 11 Staaten außerhalb der EU die Reisebeschränkung aufgehoben. Eine Aufhebung der Reisewarnung für deutsche Bürger ist damit nicht automatisch verbunden. Bei den Staaten, aus denen Einreisen wieder erlaubt sind, handelt es sich um:

  • Australien
  • Georgien
  • Kanada
  • Montenegro (zurückgenommen am 15. Juli)
  • Neuseeland
  • Thailand
  • Tunesien
  • Uruguay
  • Für Japan, Südkorea und China gelten die Lockerungen unter Vorbehalt, wenn diese Länder auch Menschen aus Deutschland wieder die Einreise erlauben. Dies ist bisher nicht der Fall.

Aktuelle Liste der Risikogebiete

Für Reisende aus Risikogebieten gilt weiterhin eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht, falls sie kein negatives Testergebnis für das Coronavirus vorweisen können. Welche Länder als Risikogebiete gelten, legt das Robert-Koch-Institut fortlaufend fest. Derzeit gilt dies für 131 Staaten. Zur aktuellen Liste gelangen Sie hier.

In unserer Auflistung aktualisieren wir weiterhin die Mitteilungen für die wichtigsten Urlaubsländer und Geschäftsreiseziele außerhalb der Europäischen Union beziehungsweise von Schengen:

  • Ägypten
  • China
  • Dubai (Vereinigte Arabische Emirate gesamt)
  • Großbritannien
  • Irland
  • Russland
  • Tunesien
  • Türkei
  • USA

Ägypten: Warnung vor Reisen

Ägypten Aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Ägypten weiterhin gewarnt.

Ägypten ist von Covid-19 stark betroffen. Die Infektionszahlen steigen seit dem Ende des Fastenmonats Ramadan deutlich an. Gesundheitseinrichtungen sind stark belastet.

Die Flughäfen haben am 1. Juli ihren Betrieb wieder aufgenommen. Mit verstärkten Einreisekontrollen und Temperaturmessungen ist zu rechnen. Bei Ankunft muss eine Gesundheitskarte ausgefüllt werden. Die ägyptische Regierung hat die drei touristischen Zonen Südsinai, Rotes Meer und Matrouh wieder freigegeben, nächtliche Ausgangssperren gelten dort nicht.

Reisemöglichkeiten im Land sind im Zuge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung von COVID-19 eingeschränkt. Es finden Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen und Tests auf COVID-19 statt. Bei einem positiven Test oder Krankheitssymptomen kann die Isolation in staatlichen Krankenhäusern erfolgen, die deutlich unterhalb der deutschen Standards liegen. Die Kosten einer Krankenhausbehandlung können erheblich sein. Bei Kontakt mit positiv getesteten Personen oder einer Erkrankung mit leichterem Verlauf kann eine Hausquarantäne angeordnet werden.

Ämter und öffentliche Einrichtungen sind nur eingeschränkt tätig. Kindergärten, Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen, sowie Sportstätten, Parks und soziale Versammlungsorte sind geschlossen. Restaurants, Cafés, Bars und Geschäfte haben begrenzte Öffnungszeiten. An öffentlichen Orten muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

China: Tests und Quarantäne

Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach China weiterhin gewarnt. Die Fallzahlen haben sich in China auf einem niedrigen Niveau stabilisiert, das Robert-Koch-Institut führt China nicht mehr als Risikogebiet. Weitere Infektionswellen wie im Juni 2020 in Peking oder im Juli 2020 in Hongkong sind jedoch nicht auszuschließen.

Die von China mit Wirkung vom 28. März 2020 verfügte Einreisesperre für alle Einreisen von Ausländern nach China bleibt bis auf weiteres bestehen. Alle vor dem 28. März 2020 erteilten Visa und bisherigen Aufenthaltserlaubnisse haben mit dieser Regelung ihre Gültigkeit verloren. Grundsätzlich ausgenommen hiervon sind lediglich Inhaber von diplomatischen, Dienst-, Courtesy- und C-Visa.

Begrenzt möglich ist die Rückkehr/Einreise von notwendigem Personal deutscher Wirtschaftsunternehmen, u.a. im Rahmen der sog. „fast-Track“-Vereinbarungen zwischen China und Deutschland. Neue Visa für sonstige, individuelle Einreisen nach China werden darüber hinaus weiterhin nur für einen bestimmten, eingeschränkten Personenkreis erteilt (u.a. Ausländer, die nach China einreisen zur Durchführung „notwendiger wirtschaftlicher, technologischer und sonstiger Vorhaben“).

Zusätzlich erschwert wird die Ein- und Ausreise nach und von China durch die Fortdauer einer behördlich angeordneten erheblichen Einschränkung des Flugverkehrs auf wenige Flüge und Flughäfen. Alle zurzeit bestehenden internationalen Flüge nach Peking werden nach wie vor auf andere Flughäfen umgeleitet, die zum Teil weit entfernt von Peking liegen (Tianjin, Shijiazhuang, Taiyuan, Hohhot, Shanghai, Jinan, Qingdao, Nanjing, Shenyang, Dalian, Zhengzhou und Xi’an).

Schließungen bzw. zeitlich eingeschränkte Öffnungen von internationalen Grenzübergängen (Land, See, Luft) sowie Beschränkungen für den Personen und/oder Warenverkehr sind abhängig von der aktuellen Entwicklung der Corona- Pandemie und werden im Einzelfall von der zuständigen National Immigration Administration (NIA angeordnet. Es ist daher bis auf weiteres mit Einschränkungen im grenzüberschreitenden Reiseverkehr zu rechnen, die auch kurzfristig in Kraft treten können.

Eine Neuregelung der chinesischen Luftfahrtbehörde vom 20. Juli 2020 verlangt von Reisenden einen innerhalb von 5 Tagen vor Abflug nach China absolvierten negativen Nukleinsäuretest und ein für nicht-chinesische Staatsangehörige auf dieser Grundlage von einer chinesischen Auslandsvertretung ausgestelltes Gesundheitszertifikat. Details der Umsetzung der Neuregelung sind noch unklar.

Reisenden wird empfohlen sich rechtzeitig vor Abreise bei den chinesischen Auslandsvertretungen zu erkundigen. Alle aus dem Ausland einreisenden Personen werden, unabhängig von ihrer Nationalität, an dem Erstankunftsort auf COVID-19 getestet und einer mindestens 14-tägigen Quarantäne in zentralen Einrichtungen unterworfen.

Für Einreisen nach Shanghai ist es seit 27. Juli 2020 möglich, nach 7 Tagen in einer zentralen Quarantäneunterbringung in die Heimquarantäne zu wechseln, wenn die Wohnung den lokalen Quarantäneanforderungen entspricht und ein Nukleinsäuretest vom 5. Tag der Quarantäne negativ ist. Andernfalls ist ein Verbleib in der zentralen Quarantäneeinrichtung erforderlich. Dies gilt auch für alle Reisenden mit Endziel in den Provinzen Jiangsu, Zhejiang und Anhui.

Auch in Guangdong kann unter strengen Bedingungen in Ausnahmefällen und abhängig vom Distrikt eine Heimquarantäne genehmigt werden. Das örtlich zuständige deutsche Generalkonsulat kann hierzu keine Auskünfte erteilen. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Nachbarschaftskomitee. Kleine Kinder werden in der Regel bei einem Elternteil untergebracht. Ältere Kinder ab 14 Jahren können isoliert von den Eltern untergebracht werden.

Die Quarantänebedingungen in den Hotels sind besonders für (Klein-) Kinder und ältere Menschen belastend. Die für die Quarantäne-Test- und sonstigen Maßnahmen anfallenden Kosten müssen selbst getragen werden. Reisende mit Krankheitssymptomen werden in Krankenhäuser isoliert und obligatorischen Untersuchungen und Maßnahmen unterzogen.

Im Fall einer positiven Testung eines Kindes kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Vermeidung der Ansteckung auch Minderjährige im Krankenhaus nicht von ihren Eltern persönlich betreut werden dürfen. Weitere infektionsrechtliche Maßnahmen für Bewegungen von Ausländern innerhalb Chinas werden in den Provinzen, Städten, Stadt- und Wohnbezirken sehr unterschiedlich und uneinheitlich gehandhabt; sie sind regelmäßig kurzfristigen Änderungen und Anpassungen unterworfen.

Falschangaben zum Gesundheitszustand können strafrechtlich verfolgt werden. Die deutschen Vertretungen in China haben auf die gemäß nationalen Infektionsschutzbestimmungen beschlossenen Maßnahmen sowie auf deren Durchführung auch im Einzelfall keinen Einfluss.

Dubai: Covid-Test ist Pflicht


Dubai 
AAufgrund der Ausbreitung von Covid-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr wird weiterhin vor touristischen Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate weiterhin gewarnt.

Die Flughäfen sind für den internationalen Flugverkehr aus und in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wieder geöffnet. Dies gilt auch für den Flughafentransit. Die Landgrenzen zu Oman und Saudi-Arabien sind für Ausländer geschlossen.

Ausländische Reisende ohne Aufenthaltstitel in den VAE (beispielsweise Touristen) sollen vom 7. Juli an wieder nach Dubai reisen dürfen. Für sie soll ebenfalls die Vorlage eines negativen Covid-19-Tests bei der Einreise gelten. Des Weiteren müssen sie eine Auslandsreisekrankenversicherung nachweisen können.

Auch müssen alle Reisenden nach VAE beim Check-in ein negatives COVID-19-Testergebnis vorlegen. Kinder unter zwölf Jahren und Personen mit schweren oder mittelschweren Behinderungen sind von dem Testerfordernis ausgenommen.

Die Sicherheitsbehörden der VAE haben alle sich in den VAE aufhaltenden Personen dazu aufgefordert, streng auf sozialen Abstand zu achten.

Die landesweite nächtliche Ausgangssperre ist seit 25. Juni aufgehoben. Einkaufszentren, Geschäfte und Restaurants sind unter strengen Auflagen geöffnet. Das Tragen von Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit ist obligatorisch, bei Nichtbeachtung droht ein Bußgeld.

Zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 ist die Einreise in das Emirat Abu Dhabi aus anderen Emiraten der VAE nicht möglich. Ausnahmen bestehen für Personen, die einen Covid-19-Test nachweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist, oder die im Besitz einer Sondererlaubnis der emiratischen Behörden sind.

Großbritannien: Sehr viele Corona-Tote

Großbritannien Die Ausbreitung von Covid-19 führt weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens.

Die folgenden Informationen beziehen sich nur auf das Vereinigte Königreich.

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland ist von Covid-19 besonders stark betroffen. Regionale Schwerpunkte sind derzeit Wales sowie der Norden von England.

Die Zahl der Neuinfektionen ist nach Regierungsangaben weiterhin hoch (Alert Level 3). Für Leicester gilt ein regionaler Lockdown. Angesichts der unterschiedlichen Zählmethoden und Testverfahren innerhalb Großbritanniens und Nordirlands ist auch eine beträchtliche Dunkelziffer möglich.
Einreise

Für alle Einreisenden nach Großbritannien und Nordirland gilt grundsätzlich die Pflicht zu einer elektronischen Anmeldung vor Einreise.

Die britische Regierung hat die Quarantäne-Verpflichtung für England für Reisende aus bestimmten Ländern, darunter Deutschland, zum 10. Juli aufgehoben, sofern sich die Reisenden in den 14 Tagen vor Einreise ausschließlich in diesen Ländern aufgehalten haben, die unter "Travel Corridors" veröffentlicht sind. Gleiches gilt für die Einreise nach Schottland, Nordirland und Wales.

Die elektronische Anmeldung ist auch nach dem 10. Juli weiter erforderlich. Diese soll die britischen Behörden in die Lage versetzen, im Falle entdeckter Corona-Infektionen eine Nachverfolgung zu ermöglichen. Daher müssen zahlreiche Angaben einschließlich des Beförderungsmittels sowie des Ortes angegeben werden.

Die elektronische Anmeldung erfolgt ausschließlich im Internet frühestens 48 Stunden vor Einreise. Bei der Einreise muss dann die erfolgte Anmeldung nachgewiesen werden.

Von der Quarantäne sind auch ausgenommen Reisende, die aus Irland, den Kanalinseln sowie von der Isle of Man einreisen und sich in den 14 Tagen vor Einreise dort aufgehalten haben.

Bei Rückfragen steht montags bis freitags eine Hotline der britischen Regierung unter +44 800 678 1767 zur Verfügung.

Verletzungen der Anmeldepflicht können mit empfindlichen, regional unterschiedlichen Bußgeldern geahndet werden.

Ein Transit durch das Vereinigte Königreich und Nordirland sowie die Weiterreise von Nordirland nach Irland ist möglich. Auch Transitreisende müssen sich vorab elektronisch anmelden, auch wenn sie sich nur im Transitbereich eines Flughafens aufhalten.

Irland: Für Deutsche geschlossen

Irland Von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Irland wird derzeit vor dem Hintergrund geltender Quarantäneregelungen abgeraten.

Auch Irland ist von Covid-19 betroffen. Die Zahlen sind wieder leicht angestiegen, bewegen sich aber weiterhin im niedrigen zweistelligen Bereich (Neuinfektionen) beziehungsweise im einstelligen Bereich (Todesfälle). Regionaler Schwerpunkt war bisher Dublin und weitere Teile der Ostküste (Cork).

Eine "Grüne Liste" legt nun fest, welche Staatsangehörigen wieder nach Irland reisen dürfen. Deutsche, Österreicher und Schweizer sind darauf noch nicht verankert. Die "Grüne Liste" der irischen Regierung umfasst jene Staaten, aus denen Einreisende nicht mehr der allgemeinen 14-tägigen Einschränkung der Bewegungsfreiheit unterworfen sind.

"Aktuell sind Deutschland, Österreich und die Schweiz leider noch nicht aufgeführt, somit können Gäste aus diesen Ländern weiterhin nicht uneingeschränkt nach Irland reisen", teilt das Irische Fremdenverkehrsamt mit.

Die Liste werde turnusmäßig alle 14 Tage auf das Infektionsgeschehen in den einzelnen Herkunftsstaaten überprüft. "Wir hoffen, Gäste aus dem deutschsprachigen Raum zeitnah auch wieder ohne Einschränkungen in Irland begrüßen zu können", schreibt Tourism Ireland: "Wir bedauern natürlich außerordentlich, dass aufgrund der Faktenlage weiterhin Auflagen in Kauf genommen werden müssen, aber werben um Ihr Verständnis, dass wir allein wegen der Größe und der Insellage von Irland, in dieser Situation nur behutsam und schrittweise für Besucher öffnen können."

In Nordirland sei die Lage insofern anders, da Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der Liste der sicheren Herkunftsländer genannt seien. Niall Gibbons, Chef von Tourism Ireland, fordert die Menschen jedoch auf, vorerst noch auf touristische Reisen zu verzichten – sowohl nach Irland als auch nach Nordirland.

Russland: Einreise kaum möglich

Aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Russische Föderation weiterhin gewarnt.

Die Einreise von Ausländern nach Russland ist weiterhin stark eingeschränkt. Es dürfen nur akkreditierte Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen und konsularischer Einrichtungen ausländischer Staaten, und deren Familienangehörige, Kraftfahrer im internationalen Kraftverkehr, die Besatzungen von Luftfahrzeugen, See- und Binnenschiffen, Zugpersonal im internationalen Eisenbahnverkehr, Mitarbeiter des Kurierdienstes zwischen den Regierungen und Mitglieder offizieller Delegationen, sowie Personen mit diplomatischen, dienstlichen oder regulären privaten Visa, die im Zusammenhang mit dem Tod eines nahen Verwandten ausgestellt wurden, einreisen.

Weiter ausgenommen sind Personen, die als Familienangehörige (Eheleute, Eltern, Kinder, Adoptiveltern oder -kinder), Vormünder oder Pfleger von russischen Staatsangehörigen mit in dieser Eigenschaft anerkannten Identitätsdokumenten mit Visa einreisen, Personen, die zur medizinischen Behandlung einreisen und Personen, die einen ständigen Wohnsitz in der Russischen Föderation haben.

Zur Möglichkeit der einmaligen Wiedereinreise hochqualifizierter Fachkräfte mit Arbeitsgenehmigung und von Technikern zur Inbetriebnahme und Wartung von im Ausland hergestellten Anlagen kann die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer in Moskau Auskunft geben. Auch die Ein- und Ausreise über die Landgrenze der Russischen Föderation einschließlich der Grenze nach Belarus ist für Reisende grundsätzlich nicht mehr möglich.

Es gelten einige Ausnahmen. Für Deutsche ist die Ausreise nach Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Polen im Transit mit eigenem Fahrzeug oder organisierten Sammeltransporten grundsätzlich gestattet. Ausländern mit einem Daueraufenthaltstitel in Russland wurde in Einzelfällen jedoch die Ausreise über die russische Landgrenze verwehrt. Ausländer müssen beim Einsteigen in ein Flugzeug mit Ziel Russland auch dann, wenn sie nur im Transit durchreisen wollen, einen Nachweis eines negativen Testergebnisses auf COVID-19 nach der Polymerase-Kettenreaktion-Methode (PCR) erbringen.

Die Bestätigung muss auf Russisch oder Englisch sein und das negative Testergebnis darf nicht früher als drei Kalendertage vor dem Abflug des Flugzeugs festgestellt worden sein. Einreisende nach Russland, die zu Erwerbszwecken einreisen, sind verpflichtet, sich anschließend für 14 Tage in der Wohnung selbst zu isolieren. Das gilt auch für Personen, die im selben Haushalt leben.

Mit Ausnahme von Flügen nach und von Großbritannien sowie aus und in die Türkei, die ausschließlich von Staatsangehörigen dieser Länder oder anderen Staatsangehörigen mit dortigem Daueraufenthalt benutzt werden dürfen, sind alle regelmäßigen internationalen Linienflüge von und nach Russland derzeit noch eingestellt. Gegenwärtig führt Lufthansa im Abstand von zwei Wochen Sonderflüge von Frankfurt nach Moskau-Domodedowo und zurück, und Aeroflot von Moskau-Scheremetjewo ins westliche Europa durch. Der reguläre Flugverkehr soll allmählich wieder aufgenommen werden.

Der Inlandsflugverkehr ist wieder umfangreich. In Moskau wurden die zur Eindämmung von COVID-19 geschlossenen Einrichtungen wiedereröffnet; es gibt noch Einschränkungen bei Veranstaltungen. In anderen Teilen Russlands gibt es zum Teil noch weitgehende Einschränkungen, die schrittweise gelockert werden sollen. In der Öffentlichkeit ist ein Abstand von 1 m zu anderen Personen einzuhalten, dies gilt nicht in Taxis. In Moskau ist das Tragen von Mund-Nasen-Schutz/Handschuhen innerhalb von Gebäuden Pflicht.

Tunesien: Quarantäne und Test gestrichen

Tunesien Aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Tunesien weiterhin gewarnt.

Seit dem 27. Juni wurde der internationale Flug- und Fährverkehr von und nach Tunesien wieder aufgenommen. Einreisende aus Ländern mit niedrigem Infektionsrisiko "Liste verte", darunter Deutschland, müssen bei Einreise keinen PCR-Test vorlegen und sich nicht mehr in Quarantäne begeben. Die aktuelle Länderliste veröffentlicht das tunesische Gesundheitsministerium.

Türkei: Warnung teilweise aufgehoben

Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19e und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Türkei weiterhin gewarnt. Hiervon ausgenommen sind die Provinzen Aydin, Izmir und Muğla in der Ägäisregion sowie die Provinz Antalya in der Mittelmeerregion unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts.

Dieses beinhaltet u.a. eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland. Die Kosten von umgerechnet 15,- Euro in einem zertifizierten Labor bzw. 30,- Euro am Flughafen müssen die Reisenden selbst tragen. Positiv Getestete müssen sich in der Türkei in Quarantäne bzw. in ärztliche Behandlung begeben.

Auch jenseits der vorgenannten vier Provinzen verlangt die Türkei von sämtlichen Personen, die aus der Türkei nach Deutschland zurückreisen, unabhängig vom Reiseweg ein negatives Testergebnis, das nicht älter als 48 Stunden ist, und wird dies bei der Ausreise aus der Türkei kontrollieren. Die Luft-, Land- und Seegrenzen der Türkei sind offen, mit Ausnahme der Landgrenze zu Iran. Das Einreiseverbot für deutsche Staatsangehörige wurde am 11. Juni 2020 aufgehoben.

Bei Einreise in die Türkei werden u.a. Temperaturmessungen durchgeführt und bei erhöhter Körpertemperatur oder weiteren COVID-19-Symptomen auch zusätzliche Gesundheitsuntersuchungen vorgenommen, z. B. ein PCR-Test. Für innertürkische Flüge, Zug- und Busfahrten ist bei der Reservierung ein Genehmigungscode („HES-Code“) erforderlich. Dieser kann per SMS oder mittels einer App erlangt werden. Hinweise hierzu erteilen die jeweiligen Unternehmen.

Auf Marktplätzen, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen von Schutzmasken Pflicht; in vielen Städten (u.a. Istanbul, Ankara, Izmir und in Teilen von Antalya) auch überall im öffentlichen Raum. Soziale Distanz (drei Schritte Abstand) wird eingefordert, Zuwiderhandlungen werden geahndet.

USA: Generelles Einreiseverbot

USA Aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die USA weiterhin gewarnt.

Seit dem 13. März gilt ein Einreiseverbot für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in die USA in Deutschland oder einem anderen Schengenstaat aufgehalten haben. Ausgenommen vom Verbot der Einreise sind US-Staatsbürger, Personen mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA ("Greencard"-Inhaber), Personen, die in einem nahen Verwandtschaftsverhältnis zu einem US-Staatsbürger oder einer Person mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA stehen, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen (wegen der Einzelheiten informieren Sie sich bitte vor Reiseantritt bei der Botschaft oder einer konsularischen Vertretung der USA in Deutschland), Diplomaten oder Mitarbeiter internationaler Organisationen.

Es existieren weitere einzelfallbezogene Ausnahmen, die zum Teil wenig konkret sind. Die Einreise-Beschränkungen gelten bis auf weiteres.

Weiterhin gelten Einreise-Beschränkungen bei Voraufenthalten in China, Iran und Brasilien.

Die Landgrenzen zu Mexiko und Kanada sind für den Personenverkehr weitgehend geschlossen.

Es gibt in mehreren Bundesstaaten weiterhin Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

VAE: Covid-Test ist Pflicht


Vereinigte Arabische Emirate
Aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr wird weiterhin vor touristischen Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate weiterhin gewarnt.

Die Flughäfen sind für den internationalen Flugverkehr aus und in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wieder geöffnet. Dies gilt auch für den Flughafentransit. Die Landgrenzen zu Oman und Saudi-Arabien sind für Ausländer geschlossen.

Ausländische Reisende ohne Aufenthaltstitel in den VAE (beispielsweise Touristen) sollen vom 7. Juli an wieder nach Dubai reisen dürfen. Für sie soll ebenfalls die Vorlage eines negativen Covid-19-Tests bei der Einreise gelten. Des Weiteren müssen sie eine Auslandsreisekrankenversicherung nachweisen können.

Auch müssen alle Reisenden nach VAE beim Check-in ein negatives COVID-19-Testergebnis vorlegen. Kinder unter zwölf Jahren und Personen mit schweren oder mittelschweren Behinderungen sind von dem Testerfordernis ausgenommen.

Die Sicherheitsbehörden der VAE haben alle sich in den VAE aufhaltenden Personen dazu aufgefordert, streng auf sozialen Abstand zu achten.

Die landesweite nächtliche Ausgangssperre ist seit 25. Juni aufgehoben. Einkaufszentren, Geschäfte und Restaurants sind unter strengen Auflagen geöffnet. Das Tragen von Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit ist obligatorisch, bei Nichtbeachtung droht ein Bußgeld.

Zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 ist die Einreise in das Emirat Abu Dhabi aus anderen Emiraten der VAE nicht möglich. Ausnahmen bestehen für Personen, die einen Covid-19-Test nachweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist, oder die im Besitz einer Sondererlaubnis der emiratischen Behörden sind.

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