1550 US-Dollar pro Tag

Ruanda verdoppelt Preis für Gorilla-Tour

Berggorillas sind vom Aussterben bedroht – in Ruanda können Touristen sie in freier Wildbahn sehen.
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Berggorillas sind vom Aussterben bedroht – in Ruanda können Touristen sie in freier Wildbahn sehen.

Mehr Geld für Artenschutz und die Anwohner der Nationalparks: So begründet Ruandas Regierung die Preiserhöhung für Gorilla-Touren. Bereits bestehende Buchungen bleiben aber gültig.

Ruanda hat den Preis für einen Besuch der in der Wildnis lebenden Berggorillas auf 1500 US-Dollar (rund 1400 Euro) pro Tag verdoppelt. Die Preiserhöhung gelte mit sofortiger Wirkung, bereits bestehende Buchungen zum alten Preis von 750 Dollar blieben aber gültig, erklärte die Regierung des ostafrikanischen Landes. Durch die Preiserhöhung solle mehr Geld für den Artenschutz und die Anwohner der Nationalparks bereitgestellt werden, hieß es.

Touristen können im Nordwesten Ruandas im Vulkane-Nationalpark für einen Tag in den Lebensraum der Gorillas aufsteigen und bis zu einer Stunde eine Gorilla-Familie aus einigen Metern Abstand beobachten. Auch in den Nachbarländern Kongo und Uganda gibt es organisierte Touren zu den Gorillas. Dort sind die Touren günstiger, wegen der Sicherheit und der relativ einfachen Reiseplanung sind die meisten Gorilla-Fans jedoch bislang nach Ruanda gereist.

Die Uganda Wildlife Authority gab unterdessen bekannt, dass es in Uganda in den nächsten zwölf Monaten keine Preiserhöhung geben werde. Die Gebühren für das Gorilla-Tracking blieben damit bei 600 US-Dollar pro Person in der Hauptsaison und 450 US-Dollar in der Nebensaison. In den drei Ländern leben noch etwa 800 Berggorillas in freier Wildbahn. Berggorillas gelten als vom Aussterben bedroht. (dpa/ASC)

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