Zentral- & Südafrika

Kenia ist wieder die Nummer eins in Ostafrika

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Es ist eines der Comebacks des Jahres: Kenia, lange Zeit touristisches Sorgenkind im östlichen Afrika, verzeichnet für 2018 einen überdurchschnittlichen Aufschwung bei der Zahl internationaler Gäste. Allein aus Deutschland zog es gut 78.000 Besucher nach Kenia – ein Anstieg zum Vorjahr von fast 60 Prozent. Insgesamt hat sich die Zahl internationaler Gäste mit gut zwei Millionen mehr als verdoppelt. Grund für diese positive Entwicklung ist vor allem eine Beruhigung der innenpolitischen Situation.

Auch die umliegenden Länder wie Tansania, Uganda und Ruanda erfreuen sich bei Touristen aus aller Welt steigender Beliebtheit. Dabei finden die starken Zuwächse von Ruanda und Uganda im deutschen Quellmarkt auf einem niedrigen Niveau statt. Es handelt sich hier nach wie vor um Nischenmärkte – was auch für Gambia in Westafrika gilt.

„Wasserkrise“ schadet Südafrika

In einer eigenen Tourismusliga spielt Südafrika. Das Land am Kap der Guten Hoffnung meldet für 2018 erneut mehr als zehn Millionen internationale Besucher. Dass die Zahl der internationalen Gäste nur leicht gestiegen und die der deutschen Urlauber 2018 nach dem vorangegangenen Rekordjahr sogar etwas zurückgegangen ist, dürfte mit der „Wasserkrise“ in Kapstadt zu tun haben, die insbesondere zu Beginn des vergangenen Jahres für negative  Schlagzeilen sorgte. Manchen potenziellen Urlauber mag dies verunsichert und von einer Reise ans Kap abgeschreckt haben.

Nachbarländer wie Namibia und Botswana können mit den Gästezahlen ihres südlichen Nachbarn nicht mithalten – was der positiven Entwicklung des Tourismus keinen Abbruch tut. Auch hier legen die Zahlen seit Jahren kontinuierlich zu. In Namibia stellen die deutschen Gäste dabei sogar die größte Gruppe internationaler Besucher. Ein noch stärkeres Wachstum wird hier mitunter nur durch fehlende Unterkünfte verhindert. Das benachbarte Botswana kommt auf nur rund ein Drittel so viel deutscher Gäste wie Namibia – was auch an einer fehlenden Direktverbindung zwischen beiden Ländern liegen dürfte. Dabei positioniert sich Botswana auch deutlich hochpreisiger als das Nachbarland.

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