Südostasien

Nur Myanmar schwächelt

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Für Vietnam läuft es rund: Gut 15,5 Mio. internationale Besucher reisten im vergangenen Jahr in die Städte, Küstenregionen und auf die Inseln des südostasiatischen Landes. 18 Mio. hat Vietnam gerade als Ziel für das laufende Jahr ausgerufen. Bei den Zuwächsen auf Fünfjahressicht ist das kommunistisch regierte Land der klare Gewinner in Südostasien: Die Besucherzahlen aus dem Quellmarkt Deutschland stiegen um 120 Prozent, und auch international verdoppelte sich die Besucherzahl. Auch der muslimische Inselstaat Indonesien und Kambodscha gehören zu den Gewinnern, betrachtet man die vergangenen fünf Jahre.
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Für Thailand, wichtigstes Ziel in Südostasien, zeigt die Kurve weiter nach oben: Fast 900.000 Deutsche reisten 2018 in das Urlaubsland, über 20 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Bei den internationalen Gästen erreichte das Land des Lächelns ein Rekordhoch von deutlich über 38 Mio. Die thailändische Tourismusbehörde arbeitet derzeit daran, die wachsenden Besucherströme aus den Ballungszentren wie Bangkok und Phuket in weniger bekannte Städte und Provinzen wie Chiang Rai oder Udon Thani zu lenken. Nachhaltigkeit und gastronomische Angebote sollen hierfür die Zugpferde sein.

Malaysia hofft auf globale Aufmerksamkeit

Malaysia legte auf dem deutschen Quellmarkt im Vergleich zu 2017 um 7,8 Prozent zu. An frühere Zahlen konnte der Vielvölkerstaat bei den Deutschen allerdings noch nicht wieder anknüpfen. Nun sollen die diesjährige ITB-Partnerschaft und das geplante Visit Malaysia Year 2020 endgültig die Wende bringen und zeigen, wie abwechslungsreich das Land ist.

Auffällig ist die Entwicklung von Myanmar, das 2011 begann, sich politisch zu öffnen: Zwar erhöhte sich die Zahl internationaler Gäste in den vergangenen fünf Jahren um 67,8 Prozent auf 3,4 Mio. Doch die Besucherzahlen aus Deutschland gingen von 2017 auf 2018 um fast ein Drittel auf unter 30.000 zurück. Grund dürfte die Berichterstattung über die verfolgte Minderheit der Rohingya sein.

Auch von den Philippinen gab es zuletzt Negativschlagzeilen in Zusammenhang mit Präsident Rodrigo Duterte, der seit 2016 im Amt ist. Deutsche Urlauber hält dies aber offenbar nicht ab: 2018 gab es eine Steigerung um fast acht Prozent. Um die gute Entwicklung zu verfestigen, will der Inselstaat besonders auf nachhaltigen Tourismus und Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung setzen.

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