Zentral- und südliches Afrika

Kleine Destinationen sind die Gewinner

Südafrika ist im südlichen Teil des Schwarzen Kontinents die touristische Lokomotive. An die Besucherzahlen der Kap-Nation kommt kein anderes Land der Region auch nur annähernd heran.
fvw Destination Ranking 2020 Afrika deutsch
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Zuletzt allerdings verlor der Tourismus am Kap an Schwung: Gab es vor zwei Jahren noch ein leichtes Plus bei den internationalen Gästezahlen, so musste das Land 2019 erstmals nach drei Jahren wieder einen Besucherrückgang hinnehmen. Auch aus Deutschland kamen – bereits im zweiten Jahr in Folge – weniger Urlauber. Die wirtschaftlichen Probleme des Landes und Berichte über die Gewalt in den Townships mögen den einen oder anderen Touristen abgeschreckt haben.


Die rückläufigen Besucherzahlen in Südafrika wird auch Simbabwe gemerkt haben: Denn viele Südafrika-Urlauber verbinden ihren Kap-Aufenthalt gern mit einem Abstecher nach Simbabwe – vor allem, um die Victoria-Wasserfälle zu bestaunen. Schwächelt der Tourismus in Südafrika, dürfte die Entwicklung in Simbabwe darunter leiden. 

Namibia, Botswana und das Nischenziel Malawi erscheinen hier nicht so abhängig von Südafrika – sei es, weil sie wie Namibia über bessere internationale Flugverbindungen verfügen, sei es, weil sie mehr als derzeit Simbabwe als eigenständiges Reiseziel wahrgenommen werden. In Ostafrika verzeichnete Kenia 2019 ein leichtes Besucherplus: Die Zahl der internationalen Gäste stieg im Vorjahresvergleich 2019 um ein Prozent. 

Die Zahl der deutschen Touristen ging allerdings um 6,7 Prozent zurück. Angesichts des überproportionalen -Anstiegs im Jahr zuvor sehen die Tourismusverantwortlichen den Dämpfer aus Deutschland allerdings relativ gelassen.

Uganda und Ruanda für Wiederholer

Im Schatten Kenias und Tansanias legen kleine Ziele wie Uganda und Ruanda zu – wenn auch auf niedrigem Niveau. Schließlich sind beide Länder eher etwas für Afrika-Wiederholer mit entsprechendem Geldbeutel. Denn das Gorilla- und Affen-Trekking, touristische Hauptattraktion in beiden Destinationen, hat seinen Preis.

Deutlich günstiger präsentiert sich da das west-afrikanische Gambia – aufgrund seiner Strände beliebt insbesondere bei Badeurlaubern. Doch auch Birdwatcher kommen hier angesichts von mehr als 250 heimischen Vogelarten auf ihre Kosten. Da FTI seit April 2019 viermal pro Woche mit einem Vollcharter in die Hauptstadt Banjul fliegt, dürften insbesondere die Besucherzahlen aus Deutschland ordentlich gestiegen sein. 

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