Naher Osten

Erneut Rekordzahlen für Dubai und Israel

Dritter Besucherrekord in Folge: Von der recht stabilen politischen Lage profitiert Israel. Die Flugsubventionen greifen, neue Strecken nach Tel Aviv und Eilat wurden eröffnet. Landesweit entstehen neue Hotels.
fvw Destination Ranking 2020 Naher Osten deutsch
fvw
fvw Destination Ranking 2020 Naher Osten deutsch

Immer mehr Individual- und Städtereisende besuchen das Land. Dazu greifen die Subventionen für Airlines, die neue Strecken in die Party-Metropole Tel Aviv, Gastgeber des Eurovision Songcontests 2019, und den Badeort Eilat eröffnen. Landesweit wird eifrig in den Ausbau der Hotelinfrastruktur investiert.


Auch Platzhirsch Dubai feiert Rekorde in Serie: Ein Grund dafür sind die gestiegenen Besucherzahlen aus China, Russland und Oman. Deutschland bleibt ein wichtiger Quellmarkt, obwohl erstmals seit vielen Jahren die Gästezahlen leicht gesunken sind. Spannend wird zu beobachten sein, ob die Wüstenmetropole als Ausrichter der Expo das selbstgestellte Ziel von insgesamt 25 Millionen Besucher erreichen wird. Helfen soll vor allem das neue fünf Jahre gültige „Multi Entry Tourist Visa“ für alle Nationalitäten.

Abu Dhabi setzt auf Low-Cost-Carrier

Neue Zielgruppen ansprechen will Abu Dhabi durch den Fokus auf Low Cost: Sowohl Wizz Air als auch Etihad und Air Arabia haben eine Billigfluglinie in dem Emirat gegründet. Insbesondere die Gästezahl auf Saadiyat Island mit seinem Museumsviertel zog stark an. 

Oman erhofft sich Wachstumssprünge als ITB-Partnerland. Die deutschen Besucherzahlen stagnieren. Das Sultanat, das mit seiner Ursprünglichkeit wirbt, hat massiv in seine Flughäfen investiert, nun wird der Hafen in Mascat zum Kreuzfahrt-Hub ausgebaut.

Wegen der Grenze zu Syrien und dem IS-Terror musste Jordanien jahrelang sinkende Besucherzahlen hinnehmen. Seit sich die Lage im Königreich etwas beruhigt hat, kehren die Urlauber in Scharen zurück, vor allem nach Petra und Wadi Rum. Zuletzt wurden die Flugverbindungen stark ausgeweitet, etwa in das Badeziel Aqaba am Roten Meer.

Katar profitiert von Kreuzfahrt

Das in der Region isolierte Katar wird von Urlaubern aus den Nachbarstaaten gemieden, dafür zeigt das verstärkte Werben und Kooperationen in anderen Quellmärkten Früchte: Die Besucherzahlen aus Indien, Europa und China etwa steigen stark. Dazu boomt die Kreuzfahrt: Vor allem Deutsche reisen übers Wasser in das Emirat, das wird in den Besucherzahlen mitgezählt. Einen Fokus legt der Gastgeber der Fußball-WM 2022 auf den Ausbau des internationalen Flughafens und der Metro in Doha.

Russland und Indien haben Deutschland als wichtigsten Quellmarkt von Ras Al Khaimah abgelöst. Die Besucherzahlen aus Deutschland sind seit 2017 rückläufig. Dennoch zählt Ras Al Khaimah weiter zu den am schnellsten wachsenden Zielen der Region. Um das erklärte Ziel – drei Mio. Besucher bis 2025 – zu erreichen will das Emirat sein Angebot weiter diversifizieren, etwa durch ein neues Kreuzfahrtterminal. Ein Fokus des Emirats: die Diversifizierung des Angebots, etwa durch ein neues Cruise Terminal.

Bahrain konnte 2019 so viele Deutsche wie nie zuvor begrüßen. Das Königreich hofft, dass gesenkte Visa-Kosten, Manama als „Capital of Arab Tourism for 2020“ und eine zweite deutsche Manama-Route für noch bessere Resultate sorgen wird.           

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats