Trotz Pandemie

In diese Länder können Deutsche wieder reisen

Auch Kalabrien hofft, dass die Urlauber so schnell wie möglich zurückkommen.
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Auch Kalabrien hofft, dass die Urlauber so schnell wie möglich zurückkommen.

Fast jedes Land der Welt hat in der Corona-Krise seine Grenzen entweder ganz geschlossen oder Einreisen zumindest enorm erschwert – etwa durch strenge Quarantäne-Regeln. Nun lockern sich die Vorschriften wieder. Ein Überblick.

So wie es derzeit aussieht, könnten demnächst schon wieder Ferien im Ausland möglich werden. Für die EU und weitere europäische Staaten will die Bundesregierung die Reisewarnung am 15. Juni 2020 aufheben, und auch andere Länder haben bereits angekündigt, ihre Reisebeschränkungen aufzuheben. Einreise-Verbote wollen sie lockern und Quarantäne-Vorschriften aufheben. Mit einigen direkten Nachbarstaaten wie Österreich und der Schweiz spricht die Bundesregierung zusätzlich separat über eine Lockerung der Einreise-Beschränkungen.

Parallel zu unserer Liste "In diese Länder kommen Deutsche schwerer" finden Sie hier eine Aufstellung von Staaten, die auch für deutsche Touristen noch in diesem Jahr einen Sommer- oder Herbsturlaub erlauben wollen.

Deutschland hebt generelle Reisewarnung auf

Europäische Union sowie Schengen-Staaten: Deutschland will seine Reisewarnung bis zum 15. Juni für die 26 Partnerstaaten der EU sowie  Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein aufheben. Dann können – so es zu keiner negativen Corona-Entwicklung kommt – diese Staaten aus deutscher Sicht wieder ohne Warnung bereist werden. Allerdings ist dabei zu beachten, ob dies auch von Seiten der jeweiligen Länder möglich ist – und wenn ja, unter welchen Bedingungen. So gilt beispielsweise für Großbritannien eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht nach der Einreise, und Island nimmt einen Corona-Schnelltest am Flughafen vor. Norwegen will erst bis zum 20. Juli über die Öffnung des Landes für Ausländer entscheiden.

Weltweit: Reisewarnung bis 14. Juni


Weltweit
Die Bundesregierung hat eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen: Urlaubsreisen – egal wohin – sollten unbedingt unterlassen werden. Dies gilt bis 14. Juni. Bundesaußenminister Heiko Maas will diese Warnung schrittweise aufheben und mit europäischen Ländern beginnen.

Belgien: Urlaub ist noch verboten

Belgien Von deutscher Seite aus stand die Grenze nach Belgien auch bislang schon offen. Allerdings verbietet Belgien Reisen aus touristischen Zwecken noch mindestens bis zum 8. Juni. Das Reiseverbot gilt auch für Personen mit Zweitwohnungen in Belgien. Auch die Grenze zum deutschen Landesteil Ostbelgien ist dicht. Belgien will lockern, wenn auch die Nachbarländer mitziehen und die dortige Viren-Situation nicht schlimmer ist als im Land.

Der ICE und die Lufthansa verkehren zwischen Deutschland und Belgien, die Zahl der Züge und Flüge ist jedoch deutlich vermindert. Brussels Airlines hat alle regulären Flüge bis einschließlich 6. Juni abgesagt.

Dänemark: Entscheidung bis 1. Juni

Dänemark Ministerpräsidentin Mette Frederiksen spricht derzeit mit ihren Kollegen in Deutschland über mögliche Grenzöffnungen. Vorerst will Dänemark die Schranken jedoch unten lassen, mindestens bis zum 31. Mai. Ob und wenn ja wann es Lockerungen gibt, will Kopenhagen bis zum 1. Juni entscheiden. Deutschland hat sich schon zu einer Grenzöffnung bereit erklärt.

Frankreich: Grenzen sollen 16. Juni öffnen

Frankreich An den Grenzen zu Frankreich sollen die Kontrollen zum 16. Juni entfallen. Ob dann auch schon wieder touristisches Reisen möglich sein wird, steht aber noch nicht fest. Erste innerfranzösische Lockerungen gelten seit dem 11. Mai. Seit diesem Tag dürfen die meisten Geschäfte wieder öffnen.

Restaurants und Cafés sollen am 2. Juni wieder aufsperren dürfen – jedoch nur in solchen Regionen, in denen das Virus nicht mehr so stark tobt. Auch manche Strände sind inzwischen wieder geöffnet, ebenso wie die Marienwallfahrtsstätte in Lourdes sowie die Insel Mont Saint-Michel. Weitere Attraktionen sollen Schritt für Schritt bis Ende Juni öffnen. Bei größeren Sehenswürdigkeiten wie dem Louvre, bei denen Besucherandrang zu erwarten ist, werden vermutlich erst viel später folgen.

Frankreich gehört weltweit zu den Ländern mit den meisten Todesfällen durch Corona.

Griechenland: Im Juli soll's wieder losgehen

Griechenland Das land startet stufenweise seinen Tourismus und die Transporte neu: Seit dem 25. Mai 2020 können Reisende, die nicht unter Quarantäne gestellt sind, vom Festland zu allen Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres fahren.

Dies war seit Ende März aus Gründen des Schutzes gegen die Corona-Pandemie nur Einwohnern der Inseln erlaubt. Auf den griechischen Inseln hat es kaum Corona-Infektionsfälle gegeben. Wie der griechische Staatsrundfunk berichtet, werden die Fähren nur höchstens 50 Prozent der bislang erlaubten Passagierzahl mitnehmen. Unbekannte werden sich nicht eine Kabine teilen können. Nur Familien oder Paare dürfen sich eine Kabine teilen, hieß es.

Athen hat bereits angekündigt auch den Tourismus aus dem Ausland neu starten zu wollen. Ende Mai werde der griechische Pandemie-Krisenstab die Liste der Länder bekanntgeben, aus denen Touristen nach Griechenland werden reisen können, ohne in eine zweiwöchige Quarantäne gehen zu müssen.

Das werden Länder mit relativ wenigen Corona-Infektionen sein, teilte der griechische Tourismusminister Charis Theocharis im Fernsehen mit. Er äußerte die Hoffnung, dass auch Deutschland als wichtigstes Herkunftsland des Tourismus in Griechenland dabei sein wird. "Wir glauben, wollen und hoffen es", sagte der griechische Tourismusminister.

Zunächst werde es am 15. Juni Flüge aus dem Ausland nur nach Athen geben. Zum 1. Juli sollen auch alle Regionalflughäfen für Flüge aus dem Ausland geöffnet werden. Eine Coronavirus-Kontrolle werde es stichprobeweise an den griechischen Flughäfen nach der Landung aus dem Ausland geben, teilte Athen mit.

Fest steht schon jetzt: Liegen und Sonnenschirme am Meer und an den Hotelpools sollen drei bis fünf Meter voneinander entfernt stehen. Möglicherweise gibt es in den Hotels auch keine Büfetts, sondern es wird Essen serviert. Um die Gefahr einer Übertragung von Corono zu reduzieren, sollen auch die Betten nicht täglich gemacht werden.

Die archäologischen Stätten stehen nun wieder offen – zumindest diejenigen im Freien. Dazu gehört due Akropolis von Athen. Die Museen sollen nach dem 15. Juni folgen. Noch müssen Einreisende aus dem Ausland in 14-tägige Quarantäne.

Großbritannien: Ab in Quarantäne

Großbritannien:  Die britische Regierung will voraussichtlich im Juni eine zweiwöchige Quarantäne für Reisende einführen, die in das Land kommen. Diese soll für alle Einreisenden gelten, ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft. Der BBC zufolge könnten Zuwiderhandlungen mit Bußgeldern von bis zu 1000 Britischen Pfund (1117 Euro) geahndet werden.

Die Regierung in London steht wegen ihres Umgangs mit der Coronavirus-Pandemie seit Wochen in der Kritik. In keinem anderen Land in Europa wurden bisher so viele Sterbefälle verzeichnet wie im Vereinigten Königreich. Dort starben bisher mehr als 36.000 Menschen, nachdem sie positiv auf das neue Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle, bei denen Covid-19 als Ursache festgestellt wurde, liegt bei mehr als 41.000.

Island: Jeder Besucher wird getestet

Island Die isländische Regierung testet vom 15. Juni an jeden Einreisenden auf Corona. Diese Tests finden direkt am Flughafen statt. Nach der Überprüfung dürfen die Reisenden zunächst in ihre Unterkunft, müssen dort jedoch auf das Ergebnis warten. Dieses soll noch am selben Tag vorliegen. Ist der Gast negativ, hat also kein Corona, darf er sich im Land frei bewegen. Ansonsten muss er für 14 Tage in häusliche Quarantäne.

Italien: Am 3. Juni geht es los

Italien Das Land, das besonders stark von Corona betroffen war, öffnet seine Grenzen zum 3. Juni wieder. Dann könnten Personen aus der Europäischen Union und dem Schengen-Raum wieder einreisen. Auch die zweiwöchige Quarantänepflicht gilt dann nicht mehr. Regierungschef Giuseppe Conte sagte: "Dies wird die Wiederaufnahme des Tourismus erlauben." Bereits seit dem 18. Mai dürfen in Italien Bars, Restaurants und der Einzelhandel wieder aufmachen.

Südtirol will bereits zu Ende Mai Touristen locken – die Grenze ist zu diesem Zeitpunkt allerdings noch geschlossen. In ganz Italien gelten in den Hotels Abstandsregeln; der Zugang zu Strandbädern muss gebucht werden. Buffets sind verboten.

Italien ist von Corona so stark wie wenig andere Länder in der EU betroffen, bisher starben fast 32.000 Menschen. Insgesamt haben sich nach Angaben des Zivilschutzes mehr als 223.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, vor allem in der Lombardei. Die Infektionszahlen gehen aber seit längerer Zeit zurück. Das Land hatte Anfang März einen der strengsten und längsten Lockdowns in der EU verhängt.

Kroatien verhandelt mit Nachbarn

Kroatien Kroatiens Regierung will zu einem noch nicht genannten Termin als Erstes die Campingplätze öffnen, danach Privatzimmer und Ferienhäuser, gefolgt von der Vermietung von Segelbooten und Jachten. Einen genauen Zeitpunkt hierfür gibt es aber noch nicht. Nach Auskunft des nationalen Krisenstabs Kroatiens dürfen Ausländer jedoch seit dem 11. Mai wieder einreisen, wenn sie einen geeigneten Nachweis über Immobilien- oder Bootseigentum in Kroatien erbringen.
Eine Einreise ist ferner möglich, wenn sie im wirtschaftlichen Interesse Kroatiens liegt. Bislang liegen keine belastbaren Informationen darüber vor, welche Kriterien die kroatische Grenzpolizei für die Feststellung der Einreise-Voraussetzungen anwendet.

Lettland: Vorsichtige Lockerung

Lettland Die lettische Regierung hat den am 17. März verhängten nationalen Notstand bis nunmehr 9. Juni verlängert. Die bisher geltenden Einschränkungen im internationalen Personenverkehr, das beinhaltet den Luft-, Schienen-, See- und Straßenverkehr, werden vorsichtig gelockert, und die Einreise nach Lettland wird erleichtert, aber noch nicht grundsätzlich gestattet. Seit 18. Mai gibt es wieder regelmäßigen Flugverkehr von Riga nach Frankfurt. Seit 15. Mai sind die Grenzen zwischen den drei baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen auch für dort legal ansässige deutsche Staatsangehörige geöffnet.

Luxemburg: Grenzen sind geöffnet

Luxemburg Die Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg sind in der Nacht zum 16. Mai beendet worden. Damit ist das Reisen zwischen den beiden Ländern wieder möglich. Passagierflüge am Airport Luxemburg finden voraussichtlich von Juni an wieder statt.

Niederlande: Campen zur Jahresmitte möglich

Niederlande Per 1. Juli sind Lockerungen für den Tourismus geplant. Dann dürfen Campingplätze und Ferienparks wieder die Tore öffnen. Da es nie ein Einreiseverbot nach Holland gab, können auch deutsche Urlauber dort Unterkünfte mieten. Restaurants, Cafés und Theater dürfen dann bis zu 100 Besucher empfangen. Es gilt ein Abstandsgebot von mindestens 1,50 Meter sowie Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Sportarten mit direktem Körperkontakt wie Fußball sollen erst ab 1. September erlaubt werden. Golf, Schwimmen oder Tennis aber sind bereits ab der kommenden Woche wieder gestattet. Museen dürfen zum 1. Juni wieder öffnen, Besucher müssen sich aber vorher online anmelden.

Grenzkontrollen zwischen den Niederlanden und Deutschland finden nicht statt. Alle Flugreisenden von Flughäfen in Risikogebieten müssen jedoch bis auf weiteres ein sogenanntes Gesundheitszeugnis, das vor Reiseantritt am Flughafen ausgefüllt werden muss, mit sich führen. In Deutschland sind die Flughäfen in Bayern und Baden-Württemberg betroffen. Wird eine der Fragen im Formular mit „ja“ beantwortet, wird die Einreise verweigert.

Norwegen: Grenzen dicht bis 20. Juli

Norwegen Frühestens zum 20. Juli will Norwegen seine Grenzen für Urlauber aus Deutschland und anderen nicht skandinavischen Ländern öffnen; die Reisewarnung für Norweger selbst wurde sogar bis zum 20. August verlängert. Lediglich Gäste aus anderen skandinavischen Staaten sollen bereits Mitte Juni wieder in das Land reisen dürfen. Bereits in der Anfangsphase der Pandemie hatte es eine ähnliche Regelung gegeben. Der Inlandstourismus soll bereits am 1. Juni wieder starten: Von diesem Tag an dürfen Norweger innerhalb ihres Landes wieder reisen.

Österreich: Öffnung für Mitte Juni geplant

Österreich Die österreichische und die deutsche Regierung wollen die Grenzen zwischen den beiden Ländern zum 15. Juni wieder öffnen. Touristen wie auch Anbieter müssen sich an einige Hygiene- und Abstandsregeln halten. Maskenpflicht gilt zum Beispiel in der Hotel-Lobby sowie an der Rezeption. Gemeinsam anreisende Gästegruppen müssen grundsätzlich keinen Abstand voneinander halten, natürlich aber zu Fremdgästen. Buffets sind erlaubt, wenn sie hygienisch besonders geschützt sind; auch der Wellnessbereich darf genutzt werden. Wichtige touristische Einrichtungen wie Museen, Bergbahnen und Freizeitparks öffnen derzeit Schritt für Schritt wieder.

Die Deutschen sind die mit Abstand wichtigste Gästegruppe in Österreich: In der Sommersaison 2019 entfielen fast 38 Prozent aller Übernachtungen in Österreich auf deutsche Gäste. Die Corona-Zahlen in der Alpenrepublik waren zuletzt sehr niedrig.

Polen: Offen ab 15. Juni?

Polen Die polnische Regierung stellt in Aussicht, die Grenzen am 15. Juni wieder zu öffnen. Am 1. Juli könnten dann womöglich alle übrigen Coronavirus-Beschränkungen aufgehoben werden. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte erst kürzlich an Polen appelliert, bald die Grenzen wieder vollständig zu öffnen. Die Bundesregierung peilt an, dass ab dem 15. Juni die Reisefreiheit im gesamten Schengenraum wieder hergestellt ist.

Portugal: Sommerurlaub in Reichweite

Portugal Sobald Deutschland die internationale Reisewarnung, die noch bis Mitte Juni gilt hat, fallen lässt, sollen deutsche Touristen wieder nach Portugal reisen können. Das betonte Inês Almeida Garrett, Direktorin von Turismo de Portugal in Berlin, im Gespräch mit der fvw.

Portugal ist besser durch die Corona-Krise gekommen als beispielsweise Spanien oder Italien. Die Zahl der Infizierten und Todesfälle ist vergleichsweise niedrig. Bislang sind 29.209 Menschen am Coronavirus erkrankt, davon sind 6420 inzwischen genesen. Insgesamt 1231 Corona-Sterbefälle registriert das Land.

Die Insel Madeira beispielsweise hat keinerlei Todesfälle zu verzeichnen. "Wir sind stolz darauf, dass wir die Krise so gut gemeistert haben", sagte Inês Almeida Garrett, Direktorin der Berliner Niederlassung von Turismo de Portugal.

Insofern hofft die Tourismusbranche auf ein schnelles Ende der Corona-Reiserestriktionen, um so schnell wie möglich wieder neu zu starten. Der Tourismus macht in Portugal rund 15 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus. Nach Großbritannien ist Deutschland der wichtigste Quellmarkt. Rund 1,6 Mio. deutsche Besucher reisten 2019 nach Portugal.

Schweden: Grenzen offen

Schweden Eine Schließung der Grenzen gibt es nicht, allerdings sind Kontrollen und Beschränkungen vorgesehen. Auch sind wegen der geschlossenen Grenzen der skandinavischen Nachbarländer keine Einreisen von dort aus nach Schweden möglich, sondern nur auf direktem Weg etwa per Fähre ab Deutschland. Für die Schweden hat die Regierung eine Reisewarnung bis zum 15. Juli ausgesprochen.

Schweiz: Grenzöffnung Mitte Juni

Schweiz Deutschland und die Schweiz möchten ihre Grenzen zum 15. Juni wieder öffnen. Dann ist auch für Deutsche der Urlaub bei den Eidgenossen wieder möglich. Die Hotels, die geschlossen hatten (längst nicht alle), sind in aller Regel wieder geöffnet; auch Geschäfte und Restaurants dürfen Gäste empfangen. Für die Restaurants gelten Abstandregeln – sowohl zwischen den einzelnen Tischen als auch für die Höchstzahl an Gästen an einem Tisch (vier). Genau wie in Deutschland finden in der Schweiz keine Großveranstaltungen statt.

Slowenien: Grenzen per 31. Mai offen

Slowenien Das EU-Land Slowenien hat nach einem erheblichen Rückgang der Ansteckungszahlen die Corona-Pandemie für beendet erklärt und seine Grenzen für EU-Bürger geöffnet. Diese können demnach vom 31. Mai an einreisen, ohne sich in die bislang vorgeschriebene siebentägige Heimquarantäne begeben zu müssen.

An den Grenzen zu den EU-Nachbarländern Österreich, Italien und Ungarn wird allerdings weiterhin kontrolliert, so dass es noch problematisch ist, Slowenien zu erreichen. Kleinere Hotels stehen wieder offen, größere sind weiterhin geschlossen. An den Stränden ist schwimmen erlaubt, nicht aber sonnenbaden.

EU-Ausländer, die offensichtlich Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und keinen ständigen Wohnsitz in Slowenien haben, werden zurückgewiesen. Für Nicht-EU-Bürger ist bei der Einreise weiterhin die Quarantänepflicht vorgeschrieben. Im Land gelten unverändert Abstandsregeln und eine Maskenpflicht in Geschäften, Lokalen und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Spanien: Start im Juli

Spanien Ab Juli will Spanien den Empfang ausländischer Touristen wiederaufnehmen. "Wir werden garantieren, dass die Touristen keine Risiken eingehen werden und auch, dass sie keine Risiken für uns verursachen", sagte der spanische Ministerpräsident.

Damit macht er Hoffnungen auf eine frühere Wiederaufnahme des Tourismus zunichte. Diese waren jüngst gewachsen, nachdem ein anderer Corona-Brennpunkt, Italien, die Grenzöffnung für Touristen ab dem 3. Juni angekündigt hatte.

Diese Hoffnung gab es auch in Deutschland. Zuletzt hatte TUI-Vorstandschef Fritz Joussen gesagt, er wolle schon im Juni den Flugverkehr nach Mallorca aufnehmen. Jetzt muss das Vorhaben verschoben werden.

Erst Ende Juni dürfen auch Spanier wieder ihre Provinz verlassen.

Das Land hat es mit mehr als 26.000 Corona-Toten mit am schlimmsten getroffen in Europa. Spanien will wie andere Länder auch eine zweiwöchige Quarantäne für Reisende verhängen, die das Land besuchen wollen.

Tschechien plant Öffnung für Juli

Tschechien Die tschechische Regierung erwägt, die Grenzen des Landes im Juli wieder zu öffnen. Dies ist aber noch nicht endgültig beschlossen. "Ich würde im Juli gern die Grenzen zu Deutschland, Österreich, Polen und der Slowakei öffnen", sagte der tschechische Außenminister. Wenn sich die Situation bei der Bekämpfung der Corona-Epidemie gut entwickele, könne die Öffnung auch früher erfolgen.

Möglicherweise dürfen Österreicher und Slowaken bereits ab Mitte Juni einreisen. Deutsche sollen erst später folgen. Deutsche Urlauber bilden die mit Abstand größte Touristengruppe in Tschechien. Von Corona blieb das Land bislang weitgehend verschont. Der Ausnahmezustand in Tschechien endete am 18. Mai. Tragen eines Mundschutzes ist aber weiterhin Pflicht.

Türkei: Turkish Airlines fliegt vom 10. Juni an wieder

Türkei Eine offizielle Mitteilung darüber, wann die Türkei ihre Grenzen für Touristen wieder öffnet, gibt es noch nicht. Doch immerhin hat Turkish Airlines mitgeteilt, ihren Flugverkehr ab Juni stufenweise wieder aufnehmen zu wollen.

So sollen erste Flüge ab Deutschland am 10. Juni starten. Wie die halbstaatliche türkische Fluggesellschaft weiter auf ihrer Website mitteilte, bleiben Inlandsflüge bis zum 4. Juni ausgesetzt, internationale Flüge bis zum 10. Juni. Zuvor war geplant gewesen, die ersten Verbindungen Ende Mai wieder aufzunehmen. Der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge dürfen Turkish-Passagiere zukünftig außer Handtaschen kein Gepäck mehr in die Kabine mitnehmen. Die bisher erlaubte Handgepäck-Kilomenge wird demnach dem aufzugebenden Gepäck zugerechnet.

Bei der Landung soll am Flughafen ein Corona-Schnelltest vorgenommen werden. Fällt dieser negativ aus, dürfen sich die Urlauber im Land frei bewegen und müssen nicht in eine 14-tägige Quarantäne. Grundsätzlich muss das Ergebnis aber nicht am Airport abgewartet werden, es reicht die Angabe des Hotels oder der Unterkunft. Für diese gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln, sie müssen zertifiziert sein. Gepäck wird mit Desinfektionsmitteln behandelt.

Zypern: Corona-Bescheid bis 19. Juni

Zypern Wegen Covid-19 bleiben die zyprischen Flughäfen bis zum 9. Juni 2020 für kommerziellen Passagierflugverkehr weiter geschlossen, und es besteht, bis auf wenige Ausnahmen, ein Einreiseverbot für ausländische Staatsangehörige. Ab dem 9. Juni werden die Flughäfen wieder geöffnet. Basierend auf der Entwicklung der Covid-19-Pandemie hat die zyprische Regierung Staaten kategorisiert. Deutschland befindet sich zurzeit in Kategorie A: Passagiere, die aus Deutschland zwischen 9. und 19. Juni einreisen, müssen beim Einchecken eine Bescheinigung eines anerkannten Instituts mit sich führen, die einen negativen Covid-19-Test bestätigt, und nicht älter als 72 Stunden alt sein darf.

Ab dem 20. Juni 2020 ist die Vorlage eines solchen Testergebnisses nicht mehr erforderlich, es bestehen dann für aus Deutschland Einreisende keine Restriktionen mehr.

Einreisesperren gibt es ebenfalls in dem nicht unter effektiver Kontrolle der Regierung der Republik Zypern stehenden Nordteil der Insel („Türkische Republik Nordzypern“/ „TRNZ“). Die Einreise in die „TRNZ“ wird bis auf weiteres nur den „Staatsangehörigen“ der „TRNZ“ gewährt. Aufgrund der faktischen Teilung Zyperns kann konsularische Unterstützung im Nordteil der Insel generell nur eingeschränkt und, in der gegenwärtigen Situation, nur minimal geleistet werden.
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