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Relaxen wie die alten Römer

Wellness open air: die Cascate del Mulino in Saturnia in der Toskana.
Simone Antonazzo
Wellness open air: die Cascate del Mulino in Saturnia in der Toskana.

Jahrtausende bevor das Wort Wellness kreiert wurde, kurten die Italiener schon in ihren heilenden Quellen. Die traditionsreichen Thermalbäder sind aber längst erfolgreich in der Moderne angekommen. Die Highlights zwischen den italienischen Alpen im Norden und dem mediterranen Süden.

Die beste Wellness-Nachricht bei allem Respekt vor den Innovationen ist vielleicht, dass viele antike Thermen sich ihren Charme im Laufe der Jahrhunderte auf wundersame Weise bewahren konnten. Da gibt es versteckte Grotten mit heißen, eisenhaltigen Wasserdämpfen, und noch heute plätschert das Thermalwasser in denselben Naturpools, die schon vor 2000 Jahren heiß begehrt waren.

150 Jahre Tradition: die Thermen von Riolo in der Nähe von Bologna.
Luca Rondini
150 Jahre Tradition: die Thermen von Riolo in der Nähe von Bologna.

Zum Kuren in die Toskana

Saturnia in der Toskana etwa ist so eine Institution in Sachen Entspannung. Auf das 37 Grad warme, schwefelhaltige Wasser, das hier heute noch open air und kostenlos in natürlichen Sinterbecken zu genießen ist, schwor bereits der Dichter Dante Alighieri (1265-1321). Und schon die Etrusker erkannten die heilende Wirkung des Wassers, das im Val d’Orcia (Unesco-Weltkulturerbe) in der Toskana sprudelt. In Bagno Vignoni, einem winzigen Thermalort an der Pilgerstraße Via Francigena, sollen die heilige Katharina und Papst Pius II gekurt haben. In der Toskana liegt auch Montecatini Terme, das zu den elf Orten gehört, die von der Unesco mit dem Weltkulturerbe-Titel "Große Spa-Städte Europas" geehrt wurden.

Venetien hat die heißesten Quellen der Welt

Auf Respekt einflößende 87 Grad bringen es die Terme Euganee, die sich damit den Weltmeistertitel sichern. Und als wäre das noch nicht genug, liegen die romantischen Thermalbäder auch noch eingebettet in das satte Grün der Euganeischen Hügel (Unesco-Welterbe) Venetiens. Der vulkanische Ursprung beschert der Gegend reichlich geothermische Aktivitäten und anerkannte Kurorte wie Galzignano Terme oder Abano Montegrotto, einer der bekanntesten Thermalorte Italiens.
Dem Mont Blanc zu Füßen: Lago Checrouit im Aostatal im Nordwesten Italiens.
Archivio Regione Autonoma Valle d'Aosta
Dem Mont Blanc zu Füßen: Lago Checrouit im Aostatal im Nordwesten Italiens.

Wellness mit Alpenblick

Von sanften Hügeln kann im Aostatal nicht die Rede sein. Hier gibt es filmreifes Alpenpanorama und den Blick auf den majestätischen Mont Blanc gratis zum Wellness-Vergnügen dazu, zum Beispiel in Pré-Saint-Didier. Das Thermalbad hat sich etwas von dem Flair des 19. Jahrhunderts bewahren können, ist aber nichts desto trotz mit allen modernen Wassern gewaschen. Das Spektrum reicht von Hydromassagen über Relaxwannen mit Unterwassermusik, Themensaunen und aromatisierenden Dampfbädern bis zu Chromo- und Aromatherapie.
Antike Spuren: Spa Museum im Nun Assisi Relais in Umbrien.
Nun Assisi Relais
Antike Spuren: Spa Museum im Nun Assisi Relais in Umbrien.

Entschleunigen im grünen Herzen Italiens

Mit einem üppigen Thermalangebot glänzt auch Umbrien, das "Grüne Herz Italiens". Die kleine mittelitalienische Region südöstlich der Toskana ist bekannt für ihre ausgezeichnete Küche, für unberührte Natur und einsame Dörfer. Dass hier schon die alten Römer die Heilkraft des Wassers verehrten, kann man im Spa-Museum des luxuriösen Nun Assisi Relais hautnah im wahrsten Sinne des Wortes nachempfinden: Die sechs Kalksteinsäulen, die hier den Rahmen von Tepidarium, Calidarium, Sudatorium und Frigidarium bilden, sind rund 2000 Jahre alt.
Heilenden Schlamm liefert der Lago de Venere auf der Insel Pantelleria vor Sizilien.
Paolo Barone
Heilenden Schlamm liefert der Lago de Venere auf der Insel Pantelleria vor Sizilien.

Fango im süßen Süden

Der Wellness-Klassiker in Süditalien schließlich ist Ischia mit mehr als 100 Quellen und tropischen Thermalgärten unter freiem Himmel. Die Insel Vulcano vor der Küste Siziliens punktet mit dem sehr warmen Meeresschlamm, der gut für Haut, Knochen und Atemorgane ist. Ein weiterer Höhepunkt im Süden, wenn auch weniger bekannt, ist Santa Cesarea Terme an der Adriaküste. Hier sorgen Meeresgrotten mit schwefelhaltigen Quellen für Entspannung. Die Natur meint es wahrlich gut mit den Italienern, und davon profitieren auch die Gäste.

Weitere Informationen zu den italienischen Thermalbädern finden sich auf der offiziellen Italien-Website www.enit.de, wo auch das Thema Wellness plus Sport behandelt wird.

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