Lokale Kooperationen (Teil 3)

So nutzen Büros ihre regionale Stärke

Echter Hingucker: Conny Winselmann stellt ihre Upcycling-Taschen im Schaufenster des Reisebüros am Markt in Dortmund aus.
Reisebüro am Markt in Dortmund
Echter Hingucker: Conny Winselmann stellt ihre Upcycling-Taschen im Schaufenster des Reisebüros am Markt in Dortmund aus.

Reisebüros müssen kreativer werden, um Bestandskunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen. Ein geeigneter Weg ist, die regionale Verbundenheit zu nutzen. Wir zeigen drei Beispiele.

Reisebüros haben aktuell mit zwei Entwicklungen zu kämpfen: Zum einen verunsichern die Appelle der Politiker, auf das Reisen zu verzichten, die Kundschaft. Zum anderen wird infolge der Digitalisierung in Corona-Zeiten verstärkt online gebucht.


Reisebüros müssen also immer kreativer werden, um Bestandskunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen. Ein geeigneter Weg ist, die regionale Verbundenheit zu nutzen.

Reisebüro-Inhaber und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind meist gut in der Umgebung vernetzt. Backoffice-Spezialist TAA hatte schon 2019, also vor der Corona-Krise empfohlen, mit regionalen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Wir zeigen an drei Beispielen, wie das gehen kann.

Taschen für das Urlaubsgefühl

Dass sich aus einfachen Dosenverschlüssen Accessoires wie Handtaschen, Rucksäcke und Gürtel herstellen lassen, hätte Dagmar Sänger, Inhaberin des Reisebüros am Markt in Dortmund, nie gedacht. Ihre Kundin Conny Winselmann aus dem benachbarten Waltrop machte die Reiseverkäuferin auf ihr Dosenverschluss-Projekt aufmerksam. "Es ist ein super stylisches Upcycling", erkannte Sänger und entschied, der Künstlerin und Kundin einen Teil ihres Schaufensters als Ausstellungsfläche anzubieten.

Von der Kooperation profitieren beide Seiten: Conny Winselmann bekommt die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren, und die Reisebüro-Inhaberin hat echte Hingucker bei sich im Schaufenster – kann sich also der Aufmerksamkeit vorbeischlendernder Passanten sicher sein. Die Designerin erhält die Dosenverschlüsse aus La Gomera und reist einmal pro Jahr auf die Kanaren-Insel, um sich mit dem Material einzudecken. Auf der Insel gibt es keine Pfandpflicht. Das macht es einfacher, die Verschlüsse zu sammeln. Aber auch in Deutschland sammelt sie Dosenverschlüsse. Dagmar Sänger war so angetan, dass sie sich selbst gleich eine Tasche gekauft hat. "Die Upcycling-Taschen sind eine schöne Abwechslung und versprühen auch etwas Urlaubsfeeling", sagt die Inhaberin.

1 Kommentar

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1.
Ingo Simandi
Erstellt 15. April 2021 10:27 | Permanent-Link

In diesem Fall hätte man ruhig ein größeres Fotos einer der Taschen mit veröffentlichen können, die sehen wirklich schick aus.

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