Tempel von Abu Simbel

Kolossale Kunst am Fels

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Im tiefen Süden Ägyptens nahe der Grenze zum Sudan erheben sich die Felsentempel von Abu Simbel – heute auf einer Insel im Nassersee und 64 Meter höher als an ihrem ursprünglichen Standort, der unter den Fluten des Nassersees begraben wurde.

Von 1963 bis 1968 hat die Herkulesaufgabe gedauert. In akribischer Feinarbeit wurden die beiden monumentalen Felsentempel mit gewaltigem Aufwand zerlegt und dann knapp 200 Meter entfernt wieder aufgestellt, um sie vor dem Wasser des gestauten Nils zu schützen.

Die Ost-West-Ausrichtung ist dabei offenkundig genau die gleich geblieben, weshalb das Sonnenwunder von Abu Simbel auch heute noch zweimal im Jahr, meist am 22. Februar und am 22. Oktober, gefeiert werden kann. Die Strahlen der aufgehenden Sonne fallen dann genau von vorne durch den Eingang zum großen Tempel von Abu Simbel, so dass das Licht ungehindert durch beide Tempelhallen tritt und die heilige Kammer des Tempels mit den Götterstatuen von Ptah, Amun Re, Ramses II. und Re Harachte erleuchtet.

Mehr als 20 Meter hoch sind die kolossalen Ramses-Figuren, die am Eingang zum großen Tempel zu Ehren von Ramses II. aus dem Fels geschlagen wurden. Der kleinere Hathor-Tempel zur Erinnerung an Nefertari, die königliche Gemahlin des Pharaos, ist mit seinen zehn Meter hohen Statuen und den prachtvoll erhaltenen Reliefs im Innern aber ebenfalls eine Schatzkiste voller Geschichten aus der Welt der Götter.

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