Tafraoute

In den wilden Bergen des Antiatlas

FVA Marokko

Marokkos Glanzlicht im Antiatlas-Gebirge ist Tafraoute. Das Berberstädtchen thront 1000 Meter hoch zu Füßen mächtiger Granitfelsen und ist der perfekte Ausgangspunkt für Touren in die Berge und ins fruchtbare Tal der Ammeln.

Die traditionellen Lehmhäuser sind zwar verschwunden, die neuen Würfelhäuser mit ihrem rosa Putz und den weiß gerahmten Fenstern sind aber ebenfalls sehr schmuck anzusehen. Das Spektakulärste an Tafraoute sind aber die von Wind und Regen rund geschliffenen Granitblöcke in der Umgebung, die je nach Sonnenstand rosa, rot oder orange schimmern, allen voran der Chapeau de Napoléon ("Napoleonshut") hoch über der Stadt.

Tafraoute liegt gut 160 Kilometer südöstlich von Agadir. Nur ein paar Kilometer außerhalb der Stadt erstreckt sich das ungefähr 15 Kilometer lange Tal der Ammeln mit malerischen Dörfern wie Oumesnat oder Imi n’Tizght, die sich an die mächtigen Berge schmiegen und von Zweitausendern wie dem Jbel Lekst (2359 Meter) bewacht werden.

Wer sehen möchten, wie die Berber der Region hier früher lebten, sollte dem Museum von Oumesnat (Maison Traditionnelle) in einem 400 Jahre alten Wohnhaus einen Besuch abstatten.

Ein Kuriosum sind die „Blauen Felsen“, die der belgische Künstler Jean Vérame 1984 südlich von Agard Oudad ein paar Kilometer außerhalb von Tafraoute bemalt hat.

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