Sulawesi

Kurs auf den Dschungel

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Zwischen Borneo und Neuguinea liegt die indonesische Insel Sulawesi. Das zentrale Hochland mit Regen- und Nebelwäldern ist wie geschaffen für Dschungeltouren, und auch Taucher finden auf Sulawesi ihr Paradies.

Touristisch interessant ist das Toraja-Gebiet nördlich von Makassar, das zentrale Hochland – insbesondere für Dschungeltouren –, die Tauchgebiete bei Palu, das Gebiet um die Insel Bunaken nördlich von Manado, die Lembeh-Street, die touristisch vollkommen unbekannten Banggai-Inseln (Tauchzeit Oktober bis März) südlich von Luwuk und die zum Teil noch naturbelassenen Togian-Inseln, die seit Oktober 2004 Nationalpark sind.

Auf der Halbinsel Minahassa liegt der Nationalpark Bogani Nani Wartabone. Er wurde von der Wildlife Conservation Society als der wichtigste Standort für die Erhaltung der wild lebenden Tiere auf Sulawesi eingestuft, weil es hier viele endemisch lebende Arten gibt. Von besonderem Interesse ist das Schutzgebiet Tangkoko Duasaudara im äußersten Nordosten, da es von der Taucherinsel Bunaken bzw. Manado nach einer zweistündigen Fahrt relativ leicht zugänglich ist und hier einige endemische und touristisch besonders attraktive Tierarten in gut durchwachsenem sekundärwaldartigem Ambiente anzutreffen sind. Dazu gehören Hornvögel, Hammerhühner, zwei Kuskusarten, der Sulawesi-Koboldmaki und wild lebende Horden von Schopfaffen oder -makaken. Auch die im Nationalpark Lore Lindu beheimatete Megalith-Kultur ist bemerkenswert. Nach fast 50-jähriger Bauzeit zieht sich nun der Trans-Sulawesi-Highway fast 2000 km von der Inselhauptstadt Makassar im Süden nach Manado durch die Insel.

Bedingt durch seine Lage, die ausgedehnte Küstenlinie und die weitreichenden Formen seiner Ausläufer liegt Sulawesi im Einflussbereich verschiedener Windströmungen, die der Insel zu unterschiedlichen Zeiten Regen bringen. Dieser Umstand und die Gebirgigkeit der Insel lassen ein für viele Regionen unterschiedliches Klima entstehen. Während die Niederschläge im Bergland bis zu 2000 mm Regen im Jahr bringen, sind die südlichen Teile der Inseln Buton und Muna deutlich trockener mit manchmal nur 200 mm im Jahr.

Eine schöne Route startet im Norden im Bunaken Marine Nationalpark und endet im Süden in Makassar – oder anders herum. Wer nur rund zwei Wochen Zeit hat, kann sich entweder für den Norden oder den Süden entscheiden. Das Tangkoko-Dschungelreservat weiter östlich ist das Zuhause vieler Tierarten, wie des schwarzen Schopfmakaken, verschiedener Kuskusarten, des Hornvogels und der kleinen Tarsiere. In Manado, der Hauptstadt des Nordens, kannst du in das sulawesische City-Life abtauchen. Hunderte von blauen Microlets (Minibussen) brausen durch die engen Straßen. Gegessen wird in kleinen Warungs und auf quirligen Märkten.

Sehenswürdigkeiten

  • Felsenmalereien in Maros: In den Höhlensiedlungen in Maros befinden sich ca. 100 Wohnstätten mit Felsenmalereien, die man auf die Zeit von 10.500 - 3.500 v. Chr. datiert.
  • Fort Rotterdam: Das von den Holländern errichtete Fort diente der Überwachung des wichtigen Handelshafen Makassar. Das Fort wurde 1667 im holländischen Stil errichtet und ist eines der besterhaltenen Gebäude holländischer Architektur in Indonesien.
  • Museum Balla Lompoa: Das Museum ist in der ehemaligen Königsresidenz von Gowa untergebracht und liegt heute im Süden von Makassar. Neben den ausgestellten Artefakten ist der hölzerne Palast im Bugis Stil einen Besuch wert.
  • Taka Bone Rate-Nationalpark: Der Park stellt das größte Korallenatoll in Indonesien dar. Er ist bekannt für seine mannigfaltige Meeresfauna.
  • Aktivitäten: Tauchen und Schnorcheln auf den Togean-Inseln, auf Pulau Bunaken, Bira, Tanjung Karang und Batuputih.

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