Nationalpark Timanfaya

Lanzarote lässt die Erde kochen

Pixabay

Der im Westen der Insel liegende Nationalpark Timanfaya ist ein absoluter Publikumsmagnet. Herzstück ist das Monumento Natural de Las Montañas de Fuego („Feuerberge“) im Zentrum des Parks.

Lava und Magma haben hier im Südwesten Lanzarotes eine endlos weite, filmreife Vulkanlandschaft geschaffen, die dem hitzigen Herzen der Erde noch immer ganz nahe ist. Einen grandiosen Blick auf die Feuerberge gewährt dank einer riesigen Glasfront das Restaurant El Diablo („Der Teufel“), das nach Plänen des Inselkünstlers César Manrique gebaut wurde.

Der aus Lavastein gemauerte Grill heizt mit der natürlichen unterirdischen Hitze, die an dieser Stelle des Parks am Aussichtspunkt Islote de Hilario schon in wenigen Zentimetern Tiefe herrscht. Temperaturen von mehr als 200°C sind hier schnell erreicht. An einer Stelle neben dem Restaurant ist der Boden bereits in knapp zwei Metern Tiefe über 400°C heiß, und in zwölf Metern Tiefe sind es sogar schon mehr als 600°C.

Besonders spektakulär sind die Geysir-Demonstrationen. Dabei wird Wasser in ein Erdloch gegossen. Nach wenigen Sekunden siedet es in der 300°C heißen Tiefe. Und das Wasser schießt dann wie eine Fontäne aus dem Innern der Erde. Es empfiehlt sich, für den Besuch einen Tag mit strahlendem Sonnenschein auszusuchen, da sonst aus den Besucherbussen heraus so gut wie nichts zu erkennen ist. Wenn ein Kreuzfahrtschiff in Arrecife vor Anker liegt, kommt man wegen des Besucherandrangs besser erst am Nachmittag.

Aktiv-Tipp: Auf eigene Faust lässt sich der Nationalpark nicht erkunden. Bei der Parkverwaltung kann man sich aber zu geführten Wanderungen anmelden.

Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um kommentieren zu können.



stats