Nationalpark Krka

Symphonie aus Wasser und Wald

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Sieben gewaltige Wasserfälle überwindet die Krka auf ihrem stürmischen Weg durch den Nationalpark im Hinterland von Šibenik im Süden Kroatiens. In den Karl-May-Verfilmungen über den Apachen-Häuptling Winnetou diente die spektakuläre Szenerie als Filmkulisse.

Das Gebiet des rund 110 Quadratkilometer großen Nationalpark Krka umfasst den rund 45 Kilometer langen Abschnitt der Krka von der historischen Stadt Knin unweit der Quelle bis nach Skradin, wo der Fluss in eine langgezogene Meeresbucht mündet, sowie den Unterlauf des Nebenflusses Cikola.

Mal windet sich die Krka durch enge Canyons, mal fließt sie sanft entlang grüner Hänge der Adria zu. Neben den sieben großen Wasserfällen gilt es unterwegs Dutzende von Anstauungen, Verengungen und Stromschnellen sowie 46 Höhenmeter zu überwinden.

Entlang der Krka und der Seen, zu denen sich der Fluss unterwegs weitet, finden sich viele alte Festungsruinen, Mühlen und einige Klöster. Ein Kleinod ist das Franziskanerkloster auf der Insel Visovac, die man mit einem der Ausflugsboote erreicht, die auf dem See verkehren. Ein weiteres Highlight ist die Ozidana-Höhle, wo man Fragmente von Keramikgefäßen, Steinartefakte und zwei menschliche Skelette von Kindern fand, die auf 6000 v. Chr. zurückdatiert wurden.

Der Nationalpark ist Heimat für etwa 860 Pflanzen- und 220 Tierarten. Neben einer der größten Fledermauskolonien Europas leben in Wassernähe und in den Sümpfen viele Amphibien, in den Gehölzen und Gesteinen Reptilien und im Fluss selbst 18 verschiedene Fischarten. Die Krka ist für die Vogelwanderung im Frühling und Herbst von enormer Bedeutung und gilt wegen der besonders großen Artenvielfalt als eines der wertvollsten Biotope Europas.

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