Klaipéda

Ostseeperle mit deutschen Wurzeln

Rytis Raketikas/Lithuania Travel

Bis 1920 war Klaipéda die nördlichste Stadt Deutschlands. Davon erzählen die vielen Fachwerkhäuser. Und auch wenn das Leben in den verwinkelten Gassen noch immer seinen gemächlichen Gang geht, hat die Hafenstadt auch urbanen Lifestyle zu bieten.

Litauens wichtigster Hafen liegt dort, wo der Dané-Fluss ins Kurische Haff mündet. Die Ostsee ist hier allgegenwärtig. Die schönsten Strände liegen gleich vor der Haustür. Die Promenaden sind beliebt zum nächtlichen Bummeln. Und die Fischrestaurants an der nördlichen Mole kredenzen ihren Gästen den Meerblick gratis. Zu den besten Restaurants der Stadt zählt das historische Segelschiff Meridianas, das heute dauerhaft auf dem Fluss Danė vor Anker liegt. Ein nächtlicher Programmhöhepunkt ist eine geführte Kanutour auf dem Dané-Fluss im Fackelschein.

Klaipédas zwölf Hektar großer, berühmter Skulpturenpark gehört ebenfalls eindeutig ins Besuchsprogramm, denn schöner lässt sich das Kunsterlebnis kaum mit dem Flanieren verbinden. Mehr als 100 Skulpturen von fast 70 litauischen Bildhauern sind hier an der frischen Luft zu sehen. Und wer selbst zur Tat schreiten möchte, dem sei der Kunsthof Klaipėda empfohlen mit historischem Fachwerk, stillgelegten Lagerhäusern und modernen Werkstätten, die Handwerkskurse anbieten.

Zu den grünsten Ecken Klaipédas gehört das Örtchen Smiltynė auf der Kurischen Nehrung (Unesco-Weltkulturerbe) für eine kleine Auszeit in der Natur. Im nördlichen Teil von Smiltynė gibt es eine Dauerausstellung alter Schiffe und ein historisches Fischerhaus sowie das litauische Meeresmuseum.

Ausflugstipp: In Nida, 50 Kilometer südlich von Klaipéda, thront hoch über der Ostsee das Thomas-Mann-Haus, wo der Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1929 drei Jahre lang seine Sommer verbrachte.

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