Havanna

Kubas Grand Old Lady

FVA Kuba

Mit dem Oldtimer einmal über den Malecón gondeln, mit der Kutsche durch die Altstadt zuckeln, einen Mojito in der Bodeguita del Medio schlürfen und mit Salsa in den Morgen tanzen: Havanna garantiert Erlebnisse fürs Herz – und ist schon mehr als 500 Jahre alt.

Havannas Altstadt mit ihren stattlichen Kolonialbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, mit Kirchen, Klöstern und Kathedralen erstrahlt vielerorts schon in neuem Glanz. Dazwischen versprüht Havanna aber immer wieder auch den morbiden Charme halb verfallener Häuser, und der Putz bröckelt. Die Straßen verlaufen im Schachbrettmuster, sind gesäumt von schattigen Arkaden und führen zu lebhaften Plätzen wie der Plaza de la Catedral oder der Plaza Vieja mit ihren Straßencafés.

In der Altstadt sind seit ein paar Jahren auch internationale Luxushotels wie das Gran Hotel Manzana Kempinski, das Iberostar Grand Packard in einem historischen Gebäude mit ultramodernem Dachaufbau samt Pool und das lifestylebetonte Hotel SO/Paseo del Prado La Habana vertreten.

Havanna hat einen bunten Strauß von Museen zu bieten: vom Museum der Schönen Künste über das Musikmuseum und das Museum des kubanischen Rums bis zum Revolutionsmuseum, um nur ein paar Beispiele zu nennen. In einem der ältesten Häuser der Stadt ist das Diego-Velazquez-Museum untergebracht, benannt nach dem ersten Gouverneur von Kuba, das mit seinen Jahrhunderte alten Möbeln und Deko-Objekten echtes Kolonial-Feeling weckt.

Einen Eindruck von den martialischen Epochen Havannas vermittelt die trutzige Festung El Morro und die nicht minder wehrhafte Festung La Cabaña aus dem 16. Jahrhundert, wo jeden Abend um 21 Uhr mit großem Darstelleraufgebot in historischen Uniformen die traditionelle Kanonenschusszeremonie abgehalten wird. Gegenüber auf der anderen Seite der Bucht sind es dann nur ein paar Schritte zum Malecón, der berühmten Uferstraße, wo sich abends ganz Havanna trifft.

Der Cocktail schmeckt aber schon vorher, zum Beispiel in einer der Stammkneipen von Ernest Hemingway, im El Floridita, wo der Daiquirí erfunden worden sein soll, oder in der Bodeguita del Medio, der berühmtesten Mojito-Bar Havannas. Und zu späterer Stunde geht es dann in einen der vielen Clubs oder in die Disko. Wer sich echt karibisch unterhalten lassen will, gönnt sich die Freiluft-Revue im Tropicana im Stadtteil Marianao, wo schon seit 1939 die besten Tänzer Kubas die Hüften schwingen.

Gut zu wissen: Die feinsandigen Playas del Este erstrecken sich zehn Kilometer östlich von Havanna. Varadero ist 150 Kilometer entfernt.

Extra-Tipp für Musikfans: Ende Januar steigt das sechstägige Havana Jazz Festival mit großen Staraufgebot aus dem In- und Ausland und Konzerten in verschiedenen Locations von großen Konzerthallen bis zu kuscheligen Clubs.

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